Einbürgerungs-Boom in Wien

143.420 Anträge! Ansturm auf MA 35 löst Asyl-Streit aus

Aktuelle Zahlen lassen aufhorchen: Die Einwanderungsanträge und Einbürgerungen in Wien sind gestiegen. Aus diesen Ländern kommen die Neo-Österreicher:
Newsdesk Heute
20.07.2026, 11:45
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An der zuständigen Wiener Stelle für Flüchtlinge und Migranten – der MA 35 – herrscht großer Andrang. Das bestätigen aktuelle Zahlen der Behörde, die der "Krone" vorliegen. Sie stammen aus dem Jahresbericht für 2025.

Demnach wurde in den Bereichen Einwanderungsanträge, Einbürgerungen und Staatsbürgerschaftsverfahren ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Heftige Kritik kommt von der oppositionellen Stadtpolitik.

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Die Zahlen im Detail

Betrachtet man die Anträge des Fachbereichs Einwanderung, so gab es 2025 um 11.850 Eingänge mehr als im Vorjahr. Demnach verzeichnete man im Jahr 2024 131.570 Anträge – ein Jahr später waren es 143.420. Insgesamt 22.030 Akten waren 2025 noch offen. Dieser Zustrom macht sich auch bei der Zahl der Einbürgerungen bemerkbar. Hier gab es einen Anstieg von 17 Prozent zu vermelden. So waren es 2024 12.507 Einbürgerungen. Im Folgejahr waren es bereits 14.648.

Dies zeigt sich auch bei den Staatsbürgerschaftsverfahren. 2024 langten diesbezüglich 19.960 Anträge ein. Ein Jahr später waren es 23.650 – ein Plus von 18,5 Prozent. Auf einen Termin zur Inlandseinbürgerung mussten Betroffene im Schnitt 310 warten. Früher waren es 318 Tage. Bis zu einem Entschluss musste man sich 2025 247 Tage lang gedulden. Im Jahr 2024 waren es noch 301 Tage.

Auch die Informationsveranstaltungen der MA 35 zu Einbürgerungen waren im Vorjahr gut besucht. Es wurden 12.465 Reservierungen verzeichnet und 15.000 registrierte Teilnehmer gezählt. Doch aus welchen Ländern kommen die neuen Österreicher?

Woher die Neo-Österreicher kommen

Hier muss dazu gesagt werden, dass in dem Bericht lediglich die Top-5-Nationen angegeben werden. Davon fallen die meisten Einbürgerungen auf NS-Verfolgte und deren Nachkommen. Sie stammen meist aus Israel (13,5 Prozent) und den USA (13,3 Prozent). Danach folgen Syrer (8,3 Prozent), Afghanen (6,5 Prozent) und Türken (5,4 Prozent).

Belastung für Sozialsystem

Wie eine aktuelle Auswertung der Statistik Austria, die vom Integrationsministerium in Auftrag gegeben wurde, zeigt, können die meisten Haushalte aus den Top-Herkunftsländern in Wien ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft stemmen. In konkreten Zahlen bedeutet dies, dass 72 Prozent der Syrer, Afghanen, Iraker, Iraner, Somalier und Russen auf Hilfe angewiesen sind. Österreichweit liegt der Durchschnitt bei lediglich 47 Prozent.

Im Gegensatz dazu kommen 86 Prozent der Wiener Haushalte ohne Zuwanderung ohne staatliche Unterstützung aus – bundesweit sind es 93 Prozent. Ein Anreiz fürs Arbeiten war die Streichung der Mindestsicherung für subsidiär Schutzberechtigte. Danach sank deren Arbeitslosigkeit, heißt es in dem Bericht.

Heftige Kritik an Stadtregierung

Die aktuellen Zahlen aus Wien sorgen bei ÖVP und FPÖ für heftige Kritik an der Rot/Pinken Stadtregierung. Laut Wiens ÖVP-Obmann Markus Figl habe man jahrelang "falsche Anreize" gesetzt. Die Volkspartei forderte eine Reform der Wiener Mindestsicherung und "stärkere Sanktionen bei mangelnder Arbeitsbereitschaft".

Noch deutlicher wurde Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp. Er warf Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) vor, die Bundeshauptstadt mit "Milliarden an Mindestsicherung zum Sozialmagneten für Asylmigration" gemacht zu haben. Ihm zufolge hätte die Stadt 2025 "fast eine Milliarde Euro für Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte ausgegeben". Laut ihm sollte die Mindestsicherung nur noch an österreichische Staatsbürger ausbezahlt werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.07.2026, 11:45