Die Befragung wurde im Sommer in den ÖAMTC-Fahrtechnikzentren durchgeführt. 320 Teilnehmer des verpflichtenden Fahrsicherheitstrainings nahmen teil. Das ist jenes Fahrtraining, das Führerscheinneulinge drei bis neun Monate nach bestandener Fahrprüfung im Rahmen der Mehrphasenausbildung absolvieren müssen. 80 Prozent der Befragten waren höchstens 20 Jahre alt.
Der Begriff "Vertrauensgrundsatz" war dabei zwar 96 Prozent der Befragten bekannt. Aber: Rund ein Drittel dieser Gruppe kennt den genauen Inhalt des Vertrauensgrundsatzes nicht – nur 63 Prozent wissen, was er genau bedeutet, nämlich „Lenker dürfen grundsätzlich darauf vertrauen, dass sich andere Verkehrsteilnehmende an die Verkehrsregeln halten.
88 Prozent jener, die den Grundsatz richtig erklären können, wussten, dass Kinder davon ausgenommen sind. Praktisch alle Führerscheinneulinge (98 Prozent) geben an, bei Kindern in ihrer Nähe besonders aufmerksam zu sein. Zwei Dritteln ist bewusst, dass Kinder sich unvorhersehbar im Straßenverkehr bewegen.
"Bitte langsamer"-Kampagne
AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) und KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) stellen für 1.300 Gemeinden in OÖ, Tirol, Kärnten, Steiermark und im Burgenland 7.800 Schulanfang-Plakate zur Verfügung.
„Bei Kindern sollte man nie auf regelkonformes Verhalten vertrauen, sondern bremsbereit sein, Ab-stand halten und Ablenkungen vermeiden. Rücksicht und vorausschauendes Fahren sind besser als Vertrauen“, betont ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.