Tierischer Großeinsatz am Sonntagnachmittag in Purgstall (Bezirk Scheibbs): Gegen 16.20 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Bauernhof gerufen. Dort waren vier Rinder von einer Weide ausgebrochen.
Drei Tiere konnte der Besitzer rasch wieder einfangen. Doch ein etwa sechs Monate alter Jungstier machte sich aus dem Staub – und blieb zunächst unauffindbar.
Mehrere Trupps machten sich zu Fuß auf die Suche. Zusätzlich stieg eine Feuerwehr-Drohne auf, um das Gebiet mit Luft- und Wärmebildern abzusuchen. Leicht war das nicht: Rund um Gaisberg und Freithöhe liegt viel Wald, der junge Stier war zudem flott unterwegs. Ein Jungstier kann schließlich bis zu 40 Kilometer pro Stunde schnell galoppieren.
Immer wieder meldeten Passanten Sichtungen. Doch kaum war der Jungstier gesehen, war er auch schon wieder woanders. Kurz vor 20 Uhr tauchte das Tier sogar auf den Bahngleisen auf.
Gemeinsam mit Passanten gelang es den Feuerwehrkräften schließlich, den Ausreißer im unwegsamen Gelände nahe der Erlauf einzukreisen. Doch der Stier entwischte erneut, überquerte die Erlauf, lief über die Erlauftaler Straße, weiter über ein Feld – und wieder zurück zur Bundesstraße.
Um Autofahrer nicht zu gefährden, wurde die B25 kurz gesperrt. Für die Bevölkerung bestand laut Feuerwehr aber keine Gefahr.
Gegen 21.30 Uhr war die wilde Jagd schließlich vorbei: Der Jungstier konnte gesichert und mit einem Anhänger zurück auf den Hof gebracht werden. Die Feuerwehr Purgstall stand mehrere Stunden im Einsatz.
Am Ende halfen nicht nur Drohne und Feuerwehr, sondern auch aufmerksame Passanten. Ohne ihre Sichtungen wäre der tierische Ausflug wohl noch länger weitergegangen.