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Juni bringt neue Honig-Regeln - was sich jetzt ändert

Ab Juni gelten neue Regeln für Honig: Herkunftsländer und Anteile werden sichtbar. Das ändert sich beim Einkauf.
Heute Life
18.05.2026, 12:50
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Wer Honig kauft, kann künftig genauer hinschauen. Mit 14. Juni 2026 treten in Österreich und der gesamten EU neue Kennzeichnungsvorschriften in Kraft. Ziel ist mehr Transparenz: Konsumentinnen und Konsumenten sollen auf einen Blick erkennen können, woher der Honig tatsächlich stammt – und zu welchen Anteilen.

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Bislang reichte auf vielen Gläsern ein pauschaler Hinweis wie "Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern". Diese Formulierung verschwindet nun weitgehend aus den Regalen. Künftig müssen Hersteller deutlich präziser informieren.

Schluss mit vagen Herkunftsangaben

Die wichtigste Neuerung betrifft sogenannte Mischhonige – also Produkte, die Honig aus mehreren Ländern enthalten. Ab Mitte Juni müssen sämtliche Ursprungsländer am Etikett genannt werden, und zwar in absteigender Reihenfolge ihres Anteils im Glas. Zusätzlich müssen die jeweiligen Prozentanteile ausgewiesen werden.

Ein Beispiel: Statt "Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern" könnte künftig auf dem Glas stehen: Ukraine 55 %, Österreich 25 %, Rumänien 20 %. Damit wird nachvollziehbar, welche Herkunft tatsächlich dominiert.

Ab wann gelten die Regeln?

Die neuen Vorschriften gelten ab 14. Juni 2026 in Österreich und allen EU-Staaten. Produkte, die vor dem Stichtag bereits nach den alten Regeln etikettiert wurden, dürfen allerdings noch verkauft werden, bis bestehende Lagerbestände aufgebraucht sind. Wer unmittelbar nach dem Inkrafttreten einkauft, wird daher vorerst alte und neue Etiketten parallel sehen.

Was sich für österreichischen Honig ändert

Für rein österreichischen Honig bleibt vieles beim Alten. Angaben wie "Honig aus Österreich" oder "Österreichischer Honig" bleiben weiterhin zulässig. Die neuen Regeln betreffen vor allem importierte Mischungen und international abgefüllte Produkte.

Gerade heimische Imker begrüßen die Reform seit Jahren. Sie argumentieren, dass billige Importe bislang oft hinter unklaren Sammelbezeichnungen verschwanden und Konsumentinnen und Konsumenten kaum erkennen konnten, woher der Inhalt tatsächlich stammt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 18.05.2026, 12:50
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