Im Internet suchte ein 52-Jähriger aus dem Bezirk Wolfsberg nach der großen Liebe, schlussendlich stand er mit leerer Brieftasche und ohne Frau da. Dabei schien für den Kärntner zunächst alles nach Plan zu verlaufen.
Über die sozialen Netzwerke lernte er eine vermeintliche US-Army-Veteranin kennen. Sie spielte dem Mann eine intime Online-Beziehung vor. Im Zuge derer verriet sie ihm, dass sie in der Ukraine stationiert sei und Geld für Busfahrkarten nach Österreich brauche.
In der Hoffnung, seine Geliebte sehen zu können, überwies der Kärntner mehrere hundert Euro in Form von Online-Gutscheinen. Erst als die angebliche Frau ihm von einem Busunfall erzählte, wegen dem sie noch mehr Geld brauche, schöpfte der 52-Jährige Verdacht.
Am Dienstag begab er sich daher zu einer Polizeiinspektion. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits seit über einem Jahr mit der angeblichen Veteranin in einer "Fernbeziehung". Im Zuge der Anzeigenaufnahme wurde es dann noch dubioser.
Offenbar dürfte der Kärntner nämlich zweigleisig unterwegs gewesen sein. Seit längerer Zeit hatte er offenbar auch Kontakt mit einer "Schweizerin". Das Problem: Auch bei ihr handelte es sich um einen Online-Betrüger.
Auch an die Schweizerin soll er mehrere tausend Euro zur angeblichen Abwicklung eines Geschäftsabschlusses überwiesen haben. Im Zuge dieses vermeintlichen Geschäftsabschlusses sei die Frau dann angeschossen worden.
In weiterer Folge nahmen angebliche Mitarbeiter der Schweizer Kriminalpolizei sowie eines Krankenhauses Kontakt mit dem Mann auf und forderten rund 11.000 Euro für die Überstellung seiner verletzten Bekanntschaft in das Krankenhaus Wolfsberg. Erst im Laufe der Anzeigenerstattung sowie nach Rückfrage beim Krankenhaus Wolfsberg stellte sich auch diese angebliche Liebesbeziehung als Betrug heraus.