Alle Bundesländer einig

Kampf gegen Flugabgabe – Jetzt erhöhen Länder den Druck

Alle neun Landeshauptleute fordern die Abschaffung der Flugabgabe. Die Regierung hat bisher nur eine Senkung angekündigt.
06.11.2026, 21:45
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Bei der Landeshauptleutekonferenz in Mellau (Vorarlberg) am Freitag haben sich alle neun Bundesländer für die Abschaffung der Flugabgabe ausgesprochen. In einem gemeinsamen Beschluss fordern die Landeshauptleute die Bundesregierung auf, die Abgabe ersatzlos zu streichen.

Die Flugabgabe ist eine staatliche Abgabe auf Flugtickets, die Österreich zusätzliche Steuereinnahmen bringt.

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Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) begrüßt die von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) angekündigte Senkung, spricht sich aber auch weiterhin für eine vollständige Abschaffung aus. "Die Flugabgabe ist und bleibt ein Schildbürgerstreich, mit dem wir Passagiere, Arbeitsplätze und Wertschöpfung ins Ausland treiben", kritisiert Mikl-Leitner.

Flughafen Wien verliert Passagiere

In Österreich beträgt die Flugabgabe derzeit mindestens zwölf Euro pro Passagier. In der benachbarten Slowakei gibt es hingegen keine vergleichbare Abgabe.

Der Flughafen Wien rechnet heuer mit rund zwei Millionen Passagieren weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig hat sich das Passagieraufkommen am Flughafen Bratislava in den ersten neun Monaten mehr als verdoppelt.

Neue Jobs, mehr Passagiere und eine höhere Wertschöpfung

Laut Berechnungen des Dachverbands Luftfahrt könnte eine Abschaffung jährlich rund 2,5 Millionen zusätzliche Passagiere, 2.500 Arbeitsplätze und 188 Millionen Euro an zusätzlicher Wertschöpfung bringen.

Ob die Bundesregierung die Flugabgabe tatsächlich komplett abschafft, bleibt offen. Bisher hat sie lediglich eine Senkung angekündigt.

El , 06.11.2026, 21:45