Lehrerin (28) getötet

"Kann keiner glauben": Nach Bluttat spricht jetzt Vater

Tiefe Betroffenheit: Ein Lehrer hat seine Kollegin (28) umgebracht. "Es kann keiner glauben, dass das passiert", so der Vater eines Schulkindes.
Tobias Prietzel
15.06.2026, 10:29
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Die Bluttat ereignete sich am Freitagnachmittag: Die junge Pädagogin wurde in der Bibliothek der Mittelschule von Taufkirchen an der Pram (Bez. Schärding) getötet. Wie die Ermittlungen ergeben haben, wurde die Frau mit einem Dolch und einer Schusswaffe attackiert. Der mutmaßliche Täter – ein Lehrerkollege (29) – nahm sich anschließend das Leben.

Hintergrund der Tötung dürfte laut Polizei ein "persönlicher Beziehungskonflikt" gewesen sein. Die Ermittler prüfen, ob unerwiderte Gefühle des Mannes für die 28-Jährige Auslöser waren. Außerdem wird erhoben, ob die Tatsache, dass die 28-Jährige eine andere Beziehung eingegangen war, eine Rolle gespielt haben könnte.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Für heute, Montag, ist die Obduktion der Leichen angesetzt. Der reguläre Unterricht pausiert unterdessen: Der Tag stehe "im Zeichen des Ankommens, des Austauschs und der gemeinsamen Verarbeitung des Geschehenen", teilte die OÖ-Bildungsdirektion nach einem Krisengipfel mit. "Ab Dienstag erfolgt eine schrittweise Rückkehr in den Unterricht."

"Heute" hat einen Innviertler erreicht, dessen zwölfjähriges Kind die Schule besucht. "Das Wochenende war nicht so einfach", berichtet der Mann. Gewaltige Trauerstimmung sei zum Glück nicht aufgekommen – das Mädchen habe noch gar nicht richtig fassen können, was passiert ist. Er und seine Frau hätten viel mit der Tochter geredet.

Suizidgedanken? Hol dir Hilfe – es gibt sie

In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer Suizide oder Suizidversuche erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wenn du unter Selbstmord-Gedanken oder Depressionen leidest, dann kontaktiere die Telefonseelsorge unter der Nummer 142, täglich 0-24 Uhr.

Kriseninterventionszentrum: 01/4069595

"Es war für sie emotional", sagt er weiter. Denn: "Sie liest sehr viel und war oft in der Bibliothek. Auch am Freitag noch, bevor das Ganze geschehen ist."

„Es war für sie emotional.“
Der Vater einer Schülerin (12)

Am Montag werden nicht nur die Schüler umfassend betreut. Auch Eltern können falls gewünscht mit der Krisenhilfe sprechen. "Es sind viele Psychologen da, dazu ein Kerzenmeer vorm Eingang." Wie geht es weiter? "Am Dienstag ist ein leichtes Hineingleiten in den normalen Schulalltag geplant", erklärt auch der Mann. Am Freitag gibt es einen Gedenkgottesdienst.

Erinnerungen an Grazer Amoklauf

Was ihn stark beschäftigt: "Wie hätte es ausgeschaut, wenn das während der Unterrichtszeit passiert wäre?" Gedanken an den furchtbaren Amoklauf in einer Grazer Bildungseinrichtung vor einem Jahr sind bei ihm aufgekommen.

Und auch Erinnerungen an eine andere unfassbare Tat werden wach, die Taufkirchen vor 14 Jahren erschüttert hat: Mit den Worten "Die Oma muss weg!" stiftete ein früherer Schuldirektor (72) seinen 19-jährigen Enkel an, die Ehefrau (68) umzubringen. Der junge Mann wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt, sein Großvater zu 18 Jahren.

{title && {title} } tob, {title && {title} } Akt. 15.06.2026, 14:14, 15.06.2026, 10:29
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