Bluttat an OÖ-Mittelschule

Mutter fand tote Lehrerin – im Dorf weht schwarze Fahne

Weil ihre Tochter nicht nach Hause kam, machte sich eine Mutter auf die Suche. In der Schule entdeckte sie dann die Leiche der 28-jährigen Lehrerin.
Newsdesk Heute
13.06.2026, 20:00
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Nach dem gewaltsamen Tod einer 28-jährigen Lehrerin an einer Mittelschule in Taufkirchen an der Pram herrschen im Ort Fassungslosigkeit und Trauer. Am Tag nach der Tat versammelten sich Bewohner vor der Schule, legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an.

Die Pädagogin soll am Freitag in der Schulbibliothek von einem 29-jährigen Kollegen getötet worden sein. Nach bisherigen Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft von einem persönlichen Motiv aus.

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Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte >

Motiv aus Eifersucht?

"Laut Aussagen von Freunden und Familie hatte der Mann dem späteren Opfer immer wieder Avancen gemacht. Sie ließ ihn aber abblitzen. Der endgültige Auslöser für die Tat dürfte gewesen sein, dass die Frau seit Kurzem einen Freund hatte. Der zurückgewiesene Mann tötete offenbar aus Eifersucht", sagte Alois Ebner, Leiter der Staatsanwaltschaft Ried.

Den Ermittlern zufolge soll der Verdächtige die Lehrerin zunächst mit einem Dolch attackiert und anschließend mit einer legal besessenen Pistole auf sie geschossen haben. Danach soll er mit seinem Auto geflüchtet sein. Bei Freinberg kam es zu einem tödlichen Unfall. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mann zuvor noch eine Schussverletzung an sich selbst verursacht haben.

Suizidgedanken? Es gibt Hilfe.

Wenn du unter Suizidgedanken, Depressionen oder anderen Ausnahmesituationen leidest, bietet die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 von 0-24 Uhr kostenlos und anonym schnelle Unterstützung.

Weitere Ansprechstellen für Betroffene:

Kriseninterventionszentrum Wien: 01/40 69 595
Rat auf Draht: 147
Weisser Ring - Verbrechensopferhilfe: 0800 / 112 112

Mutter fand tote Lehrerin

Entdeckt wurde die Getötete von ihrer Mutter, berichtet die "Krone". Weil sich die 28-Jährige nach Unterrichtsende nicht meldete und ihr Auto noch bei der Schule stand, suchte sie gemeinsam mit Schulmitarbeitern nach ihrer Tochter. Dabei wurde der Leichnam gefunden.

Wann genau die Tat geschah, ist noch unklar. Augen- oder Ohrenzeugen gibt es laut den bisherigen Informationen nicht. Die Obduktion der beiden Verstorbenen soll am Montag weitere Erkenntnisse bringen. Der Tatzeitraum dürfte zwischen 13.30 Uhr und 16.30 Uhr liegen.

Gemeinde unter Schock

Im Ort beschäftigt die Tat viele Menschen. "Als ich gestern davon erfahren habe, hat mich das schockiert", sagte Anrainer Fabian Künzlberger zur "Krone". Seine Sorge gilt auch den Kindern, die sich am Freitagnachmittag in unmittelbarer Nähe der Schule aufhielten.

Vor dem Schulgebäude hielten am Samstag immer wieder Autos an. Familien, Schüler und Bewohner brachten Blumen und Kerzen. Besonders betroffen sind jene Klassen, die von der Getöteten und dem Verdächtigen unterrichtet wurden. "Das ist jetzt eine schwierige Situation, sie war der Klassenvorstand meiner Tochter und er ihr Deutschlehrer", erklärte ein Vater.

Schwarze Fahne gehisst

Im Pfarrheim trafen sich Schüler, um gemeinsam zu trauern. Vor Ort unterstützte ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes Betroffene. Auch die Gemeinde reagierte auf die Ereignisse. Vor dem Gemeindeamt wurde die schwarze Fahne gehisst.

Bürgermeister Paul Freund betonte die Bedeutung von Unterstützung für alle Betroffenen. "Jetzt ist wichtig, dass niemand mit Sorgen alleingelassen wird. Nicht nur die Schüler, auch die Lehrer brauchen Hilfe", sagte er. Auch vonseiten des Landes Oberösterreich und der Bildungsdirektion wurde Hilfe zugesagt. "Die Nachrichten aus Taufkirchen haben uns zutiefst erschüttert."

Am Sonntag wollen Schule, Gemeinde, Bildungsdirektion und Krisenhelfer das weitere Vorgehen besprechen. Anschließend sollen die Eltern darüber informiert werden, wie der Schulbetrieb am Montag fortgesetzt wird.

{title && {title} } red, {title && {title} } 13.06.2026, 20:00
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