Kurz sieht Gefahr von zweitem Corona-Lockdown

In Wien waren die Straßen im April menschenleer.
In Wien waren die Straßen im April menschenleer.picturedesk.com
Harte Maßnahmen in Österreich: Bundeskanzler Kurz warnt angesichts der Corona-Zahlen vor dem Verlust vieler Arbeitsplätze.

Zum Start der Pressekonferenz zum Wintertourismus in Zeiten von Corona fand Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) abermals mahnende Worte: "Einige wollen die Infektionszahlen noch nicht wahrhaben." Er warnte vor einem zweiten Lockdown, denn neben der Gesundheit seien vor allem viele Arbeitsplätze bedroht. Man müsse alles tun, um die Infektionszahlen niedrig zu halten. Man sehe an Nachbarländern, wie schnell die Zahlen wieder steigen können.

Der Kanzler räumte ein, dass die aktuellen Maßnahmen einem Lockdown bereits nahe kommen. Die Maskenpflicht gilt nun nicht mehr ausschließlich im Lebensmittelhandel sowie in Apotheken und Banken, sondern in allen Geschäften. In der Gastronomie darf man die Maske nur am Platz abnehmen. Sogar auf dem Weg zur Toilette gilt nun wieder: Bitte Mund und Nase bedecken. Die von der ÖVP regierten Bundesländer Vorarlberg, Salzburg und Tirol greifen hart durch und verlegen die Sperrstunde für Lokale auf 22 Uhr vor. Kanzler Kurz appellierte auch an andere Länder, mitzuziehen. Aus Wien kam bereits eine Absage.

Die aktuellen Zahlen

In den vergangenen 24 Stunden gab es 832 neue bestätigte Corona-Infektionen in Österreich. Mit 431 wurden mehr als die Hälfte der Fälle in der Bundeshauptstadt Wien verzeichnet. Es gab landesweit sechs Todesopfer zu beklagen.

Am Mittwoch wurden österreichweit noch 681 neue Corona-Fälle gezählt, Wien kam auf 305 Infektionen von Dienstag auf Mittwoch. Der Trend ist besorgniserregend: Noch am Dienstag wurden "nur" 205 neue Wien-Fälle registriert. Um die Situation zu entschärfen wird nun wie berichtet eine neue Corona-Teststraße auf der Donauinsel errichtet.

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