Beim Tiroler Kristallriesen Swarovski kommt es zu einer weiteren personellen Weichenstellung: Die Swarovski International Holding AG hat ihren Verwaltungsrat neu aufgestellt – und dabei rückt ein Mitglied der sechsten Generation der Eigentümerfamilie ins Zentrum.
Mit Arturo Pacifico Griffini, Sohn aus dem Swarovski-Clan, zieht ein Vertreter der 6. Generation neu in das oberste Kontrollgremium ein. Der Schritt gilt als weiteres Signal für den Umbau des Traditionskonzerns und die stärkere Einbindung der Familie in die strategische Neuausrichtung.
Neben Griffini wurden auch Nadja Adams-Swarovski und Carina Schiestl-Swarovski aus der fünften Generation als Familienvertreterinnen berufen. Komplettiert wird das neue Gremium durch Beatrice Ballini, die als externe Vertreterin von Markus Langes-Swarovski entsandt wurde. Zusätzlich verstärkt Jing Ulrich, internationale Investmentbankerin und Investorin, den Verwaltungsrat als sechstes unabhängiges Mitglied.
Die Neubesetzungen bauen auf der bereits bestehenden Führungsstruktur auf. Bereits seit November 2021 gehören unter anderem Luisa Delgado als Präsidentin des Verwaltungsrates sowie Robert Buchbauer, Vizepräsident und ebenfalls Familienmitglied der fünften Generation, dem Gremium an.
Hinter den personellen Veränderungen steht eine grundlegende Einigung innerhalb der Eigentümerfamilie. Ziel ist es, einen integrierten globalen Kristallkonzern zu schaffen, den Standort Wattens vollständig einzubinden, die Governance-Strukturen zu stärken und langjährige Rechtsstreitigkeiten endgültig beizulegen. Der Konzern befindet sich seit 2021 in einem umfassenden Turnaround-Prozess und meldete zuletzt wieder positive Finanzergebnisse.
"Die reichhaltigen Erfahrungen des neuen Verwaltungsrates werden Strategie und Aufsicht stärken, und die weitere Phase der Wertschaffung prägen", sagt Luisa Delgado, Präsidentin des Verwaltungsrats. Robert Buchbauer ergänzt: „Wir sind bereit, das Unternehmen auf die nächste Stufe zu heben."
Mit dem Einzug von Arturo Pacifico Griffini in den Verwaltungsrat setzt Swarovski nun auch sichtbar auf die nächste Generation – ein klares Zeichen dafür, dass der traditionsreiche Familienkonzern seine Zukunft wieder stärker aus den eigenen Reihen gestalten will.