In Krems an der Donau, NÖ, hat ein neues, ungewöhnliches Projekt eröffnet: Der "Save Cats"-Shop verbindet Cafébetrieb, Second-Hand-Verkauf und aktiven Katzenschutz. Vor Ort kann man in einem Nebenzimmer des Cafés auch drei Miezen streicheln. Tierfreunde aufgepasst: die Tiere warten auf eine Adoption!
Die Idee zum Shop in Krems kam von Mareike Schnabl, der Gründerin des Tierschutzvereins "Save Cats – Yes We Can". Die neunfache Katzenmama ist selbst Obfrau des Katzenhauses Langenlois.
Dieses Tierheim kämpft mit hohen Haltungskosten der Vierbeiner, erzählt sie im "Heute"-Gespräch: "Weil die Kosten vom Katzenhaus so hoch sind und wir keine staatlichen Förderungen bekommen, versuchen wir uns mit Spenden über Wasser zu halten", so die Vereinsgründerin.
Mit den Einnahmen aus dem Shop in Krems sollen Rechnungen für Medizin, Kastration und Tierfutter der 25 Tiere im Katzenhaus bezahlt werden. Schnabl rechnet zudem im Frühling mit einem saisonalen Zuwachs an jungen Kätzchen im Tierheim.
Der Shop in der Kremser Dinstlstraße 4-6 wurde vergangene Woche eröffnet. Im März sollen die ersten Samtpfoten aus dem Katzenhaus Langenlois einziehen, die Details werden aktuell noch mit dem Amtstierarzt geklärt. Im Geschäft werden schon jetzt frischgebrauter Kaffee, Tee, antialkoholische Getränke und vegane Torten verkauft. Das Konzept ist bewusst niederschwellig: "Es ist ein Selbstbedienungsladen mit Fixpreisen, der Kaffee kostet bei uns etwa drei Euro", erzählt Schnabl.
Für mehr Einnahmen gehen auch Sachspenden über die Ladentheke. Zum Sortiment zählen unter anderem Second-Hand-Kleidung, Deko-Artikel mit Tierbezug, Kunst, Gartenwerkzeug sowie selbstgenähtes Spielzeug für Mensch und Tier. Die Waren können von Helfern kostenlos vor Ort abgegeben werden. Die Verkäufer sind ein Duzend Freiwilliger, die ehrenamtlich für den Shop arbeiten.
Standort: Dinstlstraße 4-6, 3500 Krems
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 10–18 Uhr und Samstag 10–14 Uhr
Der Erlös des freiwilligen Shops fließt vollständig in den Katzenschutz.
Schnabls Geschäftsidee hat ein klares Ziel: "Wir bezeichnen den Shop nicht als Katzencafé. Die Katzen sind in einem Nebenzimmer von unseren Speisen und Getränken. Außerdem wollen wir, dass die Katzen beim Shop adoptiert werden – anders als in einem Katzencafé." Um Stress zu vermeiden, dürfen im Katzenzimmer immer nur vier Besucher gleichzeitig für je 20 Minuten verweilen.
Das Zusammenleben ist geregelt: "Wird eine Katze adoptiert, füllt eine neue Katze aus dem Katzenhaus die Lücke. Wir wählen dafür besonders menschenliebende Tiere aus, die am liebsten den ganzen Tag gestreichelt werden wollen." Gleichzeitig haben die Tiere jederzeit eine Rückzugsmöglichkeit vor Menschen. Katzenfreundin Mareike Schnabl freut sich auf Kundschaft.