Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) hat die Gärtnerei Rizi in Wien besucht und dabei für mehr Regionalität beim Kauf von Balkon- und Gartenpflanzen geworben. Im Zentrum des Termins stand die Bedeutung heimischer Gartenbaubetriebe für Wirtschaft und Versorgung.
"Unsere Gärtnerinnen und Gärtner leisten einen wichtigen Beitrag zur regionalen Versorgung und zur Lebensqualität, vor allem in der Stadt. Wer beim Kauf von Balkonpflanzen, Kräutern oder Blumen auf heimische Produktion setzt, stärkt regionale Betriebe, sichert Arbeitsplätze und sorgt für mehr Farbe im Alltag", sagte der Landwirtschaftsminister.
Mit Beginn der Gartensaison steigt die Nachfrage nach Pflanzen deutlich. In Wien gibt es rund 178 Gartenbaubetriebe, die auf über 230 Hektar Gemüse, Blumen und Zierpflanzen produzieren. Österreichweit beschäftigt der Gartenbau rund 6500 Menschen.
Die Gärtnerei Rizi hebt die Bedeutung regionaler Produktion hervor: "Heimisch produzierte Pflanzen stehen für Qualität, kurze Wege und echte Verantwortung in der Region. Als Familienbetrieb verbinden wir langjährige Erfahrung und Tradition mit moderner Produktion und wissen, wie viel Arbeit in jeder einzelnen Pflanze steckt. Umso wichtiger ist es, dass beim Kauf bewusst auf regionale Herkunft geachtet wird", so die Familie Rizi.
Die Produktion in Wien ist beachtlich: 2020 wurden 4.622.200 Topfpflanzen erzeugt. Davon 798.800 Stück Frühlingssortiment, 3.315.900 Stück Sommersortiment, 447.300 Stück Herbstsortiment sowie 60.200 Stück Zimmerpflanzen.
Die Branche steht jedoch vor Herausforderungen. Steigende Energie- und Produktionskosten sowie Konkurrenz durch importierte Ware erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf heimische Gärtnereien.
Der Appell aus dem Ministerium bleibt daher klar: Regionale Pflanzen kaufen stärkt Betriebe, sichert Arbeitsplätze und unterstützt die heimische Produktion.