Beim Eurovision Song Contest in Wien lief aus Sicht der Einsatzkräfte alles weitgehend ruhig ab. Der gemeinsame Ambulanzdienst von Samariterbund Wien, Wiener Rotes Kreuz, Johanniter Unfall Hilfe, Sozial Medizinischer Dienst und Malteser Hospitaldienst verzeichnete insgesamt 287 Einsätze und 16 Hospitalisierungen.
Im Einsatz standen die Organisationen bei neun ESC-Shows in der Stadthalle, im ESC-Village am Rathausplatz sowie bei After-Show-Partys im Prater DOME. "Trotz der hohen Besucherzahl war es ein relativ ruhiger Sanitätsdienst", heißt es.
Berufsrettung Wien-Leiter Rainer Gottwald erklärt: "Der Song Contest in Wien hat eindrucksvoll gezeigt, dass die bewährten Führungs- und Einsatzstrukturen auch bei einer der größten Musikveranstaltungen der Welt tragfähig und leistungsfähig sind."
Der Großteil der medizinischen Hilfeleistungen betraf Kreislaufprobleme, Kollapszustände und kleinere Behandlungen vor Ort. Insgesamt wurden mehrere Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge eingesetzt.
Auch das Wiener Rote Kreuz betont die stabile Lage. Einsatzleiter Georg Geczek sagt: "Der Song Contest für die vielen nationalen und internationalen Besucher:innen vor allem positiv in Erinnerung bleiben wird. Unser Dank gilt besonders allen Freiwilligen sowie allen beteiligten Organisationen für die professionelle und ausgezeichnete Zusammenarbeit."
Der Sozial Medizinische Dienst hebt die gute Kooperation hervor. "Der SMD-Rettungsdienst blickt auf eine erfolgreiche Einsatzwoche zurück, die von professioneller und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit allen Beteiligten geprägt war", so Einsatzoffizier Rene Jörg.
Insgesamt leisteten die Kräfte während der ESC-Woche knapp 11.150 Einsatzstunden. Davon entfielen rund 1.600 Stunden auf Vorbereitung und Aufbau, etwa 230 Stunden auf den Abbau sowie knapp 850 Stunden auf Besprechungen im Einsatzstab und Führungsebenen. Zudem wurden 842 Dienstplanpositionen besetzt und rund 2.500 Funksprüche abgewickelt.
"Für die Menschen dieser wunderbaren Stadt Wien stehen wir jederzeit mit Herz, Engagement und Hilfsbereitschaft bereit", erklärt Johann-Philipp Spiegelfeld, Kommandant, Malteser Hospitaldienst. "Alle Einsatzkräfte waren immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wurden. Ohne sie hätte das Event nicht das werden können, was es für Wien und alle Fans geworden ist", so Susanne Drapalik, Präsidentin des Samariterbundes Wien.