Kurioser Fall aus Großbritannien: Ein langjähriger Filialleiter der Supermarktkette Sainsbury's erhält fast 14.000 Euro Entschädigung, weil er in einem Social-Media-Beitrag seines Chefs nicht erwähnt wurde.
Der Manager Darren Cooper arbeitete in Südwales für den Konzern. Im November 2022 veröffentlichte sein Vorgesetzter zum Internationalen Männertag einen Beitrag auf LinkedIn sowie auf der internen Plattform Yammer. Darin lobte er mehrere männliche Führungskräfte aus seinen Teams in Südwales und England.
Cooper tauchte in der Liste allerdings nicht auf. Zu diesem Zeitpunkt war der Filialleiter wegen Angststörungen krankgeschrieben.
Der Manager fühlte sich laut "Focus.de" dadurch ausgegrenzt und gedemütigt. Vor Gericht argumentierte er, die Auslassung habe ihn emotional stark belastet.
Sein Vorgesetzter verteidigte sich damit, dass Cooper zuvor WhatsApp gelöscht und erklärt habe, nicht kontaktiert werden zu wollen. Deshalb habe er ihn im Beitrag bewusst nicht erwähnt.
Das britische Arbeitsgericht sah den Fall anders. Die Richter werteten das Übergehen als Benachteiligung im Zusammenhang mit einer Behinderung.
Bereits im Mai 2024 wurde entschieden, dass Cooper Anspruch auf Schadenersatz hat. Nun steht auch die Summe fest: 11.852 Pfund – umgerechnet rund 14.000 Euro. Etwa 8.700 Euro davon entfallen auf seelisches Leid.