Bei dem verheerenden Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana kamen 40 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen jung. Unter den Opfern befindet sich auch der 16-jährige Italiener Emanuele Galeppini, der als großes Talent im Golfsport galt.
Am Dienstag wurde Emanuele in seiner Heimat Genua aufgebahrt. Zahlreiche Trauergäste strömten in die Kapelle, um sich zu verabschieden. Am Eingang legten Vertreter der Region Ligurien und der Stadt Genua Kränze nieder. Auch Blumen vom Genoa FC, dem Herzensverein des jungen Burschen, wurden abgelegt. Wie 20 Minuten berichtet, herrschte eine bedrückende Stimmung.
Die Eltern von Emanuele sind tief erschüttert und zugleich wütend. Sie haben sich an den Anwalt Alessandro Vaccaro aus Genua gewandt. Ihr Ziel: Sie wollen endlich wissen, wie ihr Sohn ums Leben gekommen ist. Laut italienischer Zeitung "La Repubblica" gibt es noch viele offene Fragen.
Dem Bericht zufolge hatte Emanuele keine sichtbaren Brandspuren am Körper. Auch persönliche Sachen wie Handy und Geldtasche blieben unversehrt. Es ist unklar, ob sich der Bub zum Zeitpunkt des Unglücks in der Bar Le Constellation oder draußen aufhielt – und ob womöglich eine Gasvergiftung zum Tod geführt hat.
Die Familie hatte sich von den Behörden in der Schweiz einen medizinischen Bericht und eine eindeutige Feststellung der Todesursache erwartet. Sie baten um eine genaue Erklärung und eine Autopsie. Bis jetzt, so sagen die Eltern, hätten sie noch keine Antwort bekommen. Emanuele wurde gemeinsam mit den weiteren italienischen Opfern Chiara Costanzo, Achille Barosi und Giovanni Tamburi am Montag nach Italien überführt.