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Gratis-Tests in Apotheken werden jetzt knapp

Die Gratis-Antigen-Schnelltests werden knapp. "Heute"-Leser berichten, dass in ihren Apotheken keine mehr zu bekommen sind. 
Roman Palman
16.03.2021, 15:05

Millionen an Gratis-Antigen-Schnelltests sollten über die Apotheken an die österreichische Bevölkerung ausgegeben werden. Die Testkits fanden bereits in der ersten Woche der Aktion reißenden Absatz, dann gab es Lieferprobleme.

Am 5. März meldete die Apothekerkammer "logistische Verzögerungen auf dem Weltmarkt und langwierige Zollabfertigungen". Größere Kontingente sollten in Kalenderwoche 10 eintreffen.

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Diese ist mittlerweile vorbei, doch die Gratis-Wohnzimmertests sind offenbar immer noch knappes Gut und in vielen Apotheken vergriffen, wie zahlreiche "Heute"-Leserreporter beklagen.

"Nicht verfügbar"

"Es gibt keine Gratis-Tests in den Apotheken. So ein Witz!!!", schreibt eine Leserin aus Wien. Ein Zweiter schildert: "Bei mir im 17. Bezirk gibt's null in allen fünf Apotheken im näheren Umfeld". Ähnlich offenbar auch die Situation in Liesing: "Im 23. wird von den Apotheken seit Tagen zugesagt, dass Nachschub kommt."

Das Problem ist aber nicht auf Wien beschränkt, wie eine Leserin schreibt: "Bei uns in Berndorf (Bezirk Baden) steht auch seit zwei Wochen ein Schild vor der Tür 'nicht verfügbar'". Doch was ist da los? "Heute" hat bei der Apothekerkammer nachgefragt.

Riesige Nachfrage

Dass einige Apotheken aktuell keine Gratistest mehr anbieten könnten, sei immer noch eine Folge der Liefer- und Zollprobleme in der vergangenen Woche. "Die angespannte Situation besteht nach wie vor, weil alle Schnelltests haben wollen", schildert der Kommunikationsleiter der Apothekerkammer Jan Thies im Gespräch mit "Heute" die Situation auf dem Weltmarkt.

"Wir hoffen, dass sich die Situation im Laufe der Woche entspannt. Ausreichend Nachschub ist auf jeden Fall unterwegs. Die Abgabe von Gratis-Wohnzimmertests durch die Apotheken ist ein langfristig angelegtes Projekt."

Die für Kalenderwoche 10 bestellten 3.600 Schnelltests pro Apotheke würden teilweise jetzt erst nachgeliefert werden, ebenso wie das gleichgroße Kontingent für diese Woche. Insgesamt sollten damit seit Anfang März bis Ende dieser Woche rund 13 Millionen Schnelltests in Österreich verteilt worden sein.  

Faire Verteilung

Thies rechnet mit einer Entspannung der Lage, da noch viel Ware nachkommen werde und gleichzeitig immer mehr Österreicher ihr Gratis-Testkit – jedes beinhaltet fünf Schnelltests – für den Monat März schon abgeholt haben. Dadurch verringere sich die Gefahr von Angebotsengpässen zusehends.

"Solange der Markt nicht gesättigt ist, werden die Tests gleichmäßig verteilt", erklärt der Apothekerkammer-Sprecher weiter. Das bedeutet: Bei Knappheit werden die Tests über alle Apotheken gleich verteilt, kein Standort erhält mehr als ein anderer.

Gratis und kostenpflichtig

Ein Umstand sorgt bei manchen Lesern dennoch für Verwirrung: Einige Apotheken haben zwar keine Gratis-Testskits mehr auszugeben, bieten aber weiterhin kostenpflichtig Schnelltests an. Allerdings sind das zwei Paar Schuhe.

Wie Thies aufklärt, werden die Gratis-Tests von der Bundesrepublik beschafft und über den Pharmagroßhandel an die Apotheken geliefert. Die Apotheken fungieren in weiterer Folge nur als Verteiler an die Bevölkerung.

Die kostenpflichtig angebotenen Tests entstammen nicht dem Bundeskontingent und wurden von den jeweiligen Apotheken selbst geordert. 

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