Falscher Vorwurf

Kfz-Lehrling kassiert nach Ärger mit Chef knapp 7.500 €

Wegen falscher Vorwürfe verlor ein Kfz-Lehrling seinen Ausbildungsplatz. Die Arbeiterkammer schaltete sich ein und holte knapp 7.500 € für ihn heraus.
05.11.2026, 21:22
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Eine Lehre soll der Start in ein eigenständiges Berufsleben sein. Im Fall eines Kfz-Lehrlings in Kärnten entwickelte sich die Ausbildung jedoch ganz anders: Lehrlingseinkommen wurden nicht ordnungsgemäß ausbezahlt bzw. vorenthalten.

Gleichzeitig gab es im Betrieb offenbar keine Person, die für die ordnungsgemäße Ausbildung des Lehrlings verantwortlich war. Als die Situation eskalierte, wurde der junge Mann vom Arbeitgeber zudem des Diebstahls und der mutwilligen Beschädigung eines Kundenfahrzeugs bezichtigt.

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Einvernehmliche Auflösung unterschrieben

Unter diesem Druck unterschrieb der Lehrling schließlich eine einvernehmliche Auflösung des Lehrverhältnisses. Auf Anraten aus seinem Umfeld wandte er sich daraufhin aber dennoch an die AK Kärnten.

Jugendreferent Erich Malle prüfte den Fall: "Wir konnten in diesem Fall eine außergerichtliche Einigung mit dem Ausbildungsbetrieb erzielen, der eine Vergleichszahlung in der Höhe von knapp 7.500 Euro (brutto) leistete."

AK-Jugendreferat als zentrale Anlaufstelle

Die AK Kärnten sieht die Qualität der Lehrausbildung als wichtigen Teil der Fachkräftesicherung.

"Wer heute einen Lehrling schlecht behandelt oder nicht ordentlich ausbildet, schadet nicht nur dem Jugendlichen, sondern letztlich auch dem eigenen Berufsstand. Gute Lehrlingsausbildung bedeutet, jungen Menschen Perspektiven zu geben und damit die Fachkräfte von morgen zu sichern", betont Goach.

Die Arbeiterkammer Kärnten unterstützt Lehrlinge und junge Arbeitnehmer:innen bei Fragen und Problemen rund um die Lehre, den Arbeitsplatz und das Arbeitsrecht mit dem Jugendreferat AK Young.

Die Experten bieten kostenlose und vertrauliche Beratung sowie rechtliche Unterstützung: 050 477-1002 oder [email protected]

wil, 05.11.2026, 21:22