AK warnt

KI-Falle im Job: Dieser Fehler kann dich Geld kosten

ChatGPT und Gemini liefern nicht immer die richtige Antwort. Die AK warnt jetzt vor falschen KI-Auskünften beim Arbeitsrecht.
Österreich Heute
27.08.2026, 07:35
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Eine Kündigung, ausstehendes Gehalt oder Streit mit der Firma – bei Problemen im Job suchen viele Arbeitnehmer zuerst im Internet nach Antworten. Dabei greifen laut Arbeiterkammer Niederösterreich immer mehr Menschen auch auf Künstliche Intelligenz wie ChatGPT oder Gemini zurück.

Genau das kann zum Problem werden. Denn falsche Antworten der KI können im schlimmsten Fall dazu führen, dass Arbeitnehmer wichtige Ansprüche verlieren.

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Die AK Niederösterreich berichtet nach fast 60.000 Beratungen im ersten Halbjahr 2026 von einem neuen Phänomen: Immer mehr Mitglieder kommen mit Informationen aus KI-Werkzeugen zur Beratung.

KI verwechselt Österreich und Deutschland

Ein Problem tritt dabei laut AK besonders häufig auf: Künstliche Intelligenz verwechselt deutsches und österreichisches Arbeitsrecht.

"Viele Mitglieder haben versucht, sich im Internet über arbeitsrechtliche Probleme zu informieren, bevor sie bei uns eine konkrete Anfrage stellen. Und immer häufiger verwenden sie Künstliche Intelligenz wie Chat GPT oder Gemini", schildert AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser.

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Das kann gerade bei Kündigungen oder offenen Forderungen heikel werden. Denn die gesetzlichen Regeln unterscheiden sich zwischen Österreich und Deutschland.

"In Deutschland ist etwa die Rechtslage bei Kündigungen eine ganz andere als bei uns, ebenso unterscheiden sich Fristen, innerhalb derer man offene Ansprüche geltend machen muss. Auch fallen oft wichtige Details weg", sagt Wieser.

Besonders aufpassen sollten Arbeitnehmer demnach, wenn es um Kündigungen, Fristen oder finanzielle Ansprüche gegenüber dem Arbeitgeber geht. Eine falsche Information kann hier konkrete Folgen haben.

Denn wer sich auf eine falsche Frist verlässt, riskiert laut AK, Ansprüche zu verlieren. Auch wichtige Details eines konkreten Falls können bei einer Antwort der KI fehlen.

„Wer der KI blind vertraut, geht ein hohes Risiko ein und kann wichtige Ansprüche verlieren“
Markus WieserPräsident AK Niederösterreich

"Im Arbeitsrecht gehe es immer um den Einzelfall. Eine KI kann das niemals so gut einschätzen wie eine Arbeitsrechtsexpertin oder ein Arbeitsrechtsexperte. Wer der KI blind vertraut, geht ein hohes Risiko ein und kann wichtige Ansprüche verlieren. Gerade wenn es um die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses geht, muss man besonders aufpassen. Eine falsche Information kann jede Menge juristischer Probleme nach sich ziehen", warnt Wieser.

70 Millionen Euro erkämpft

Wie viel Geld bei Problemen am Arbeitsplatz auf dem Spiel stehen kann, zeigt die Halbjahresbilanz der AK Niederösterreich. Von 1. Jänner bis 30. Juni gab es fast 60.000 Beratungen.

In den meisten Fällen konnten die Probleme bereits durch die Beratung gelöst werden. Bei 4.000 Betroffenen musste die AK Ansprüche beim Arbeitgeber einfordern oder vor Gericht ziehen.

Insgesamt wurden laut AK Nachzahlungen von 70,7 Millionen Euro erreicht. Dabei ging es vor allem um ausstehende Löhne und Gehälter, nicht bezahlte Urlaubs- oder Kündigungsentschädigungen sowie Abfertigungen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.08.2026, 07:35