Kinder, die DAS essen, sind psychisch gesünder

Die Ernährung ist am psychischen Wohlbefinden beteiligt. 
Die Ernährung ist am psychischen Wohlbefinden beteiligt. Getty Images/iStockphoto
Laut britischer Studie ist ein nahrhaftes Frühstück und Mittagessen bei Schülern aller Altersstufen mit besserem psychischem Wohlbefinden verbunden.

Das psychischeWohlbefinden ist ein bedeutendes Problem der öffentlichen Gesundheit. Umfragen deuten darauf hin, dass es auch bei Kindern und Jugendlichen abnimmt. Die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden in der frühen Kindheit hat einen hohen Stellenwert. Anderenfalls können psychische Gesundheitsprobleme bis ins Erwachsenenalter andauern. Nicht zuletzt hat auch die Ernährung einen wichtigen Einfluss auf die Gesundheit im gesamten Lebensverlauf - sowohl körperlich als auch geistig.

Das bestätigt jetzt auch eine Studie der Norwich Medical School der University of East Anglia in Großbritannien. Zum ersten Mal untersuchten Forscher den Zusammenhang zwischen der Menge an Obstund Gemüse, die britische Schulkinder essen, der Auswahl beim Frühstückund Mittagessen und dem psychischen Wohlbefinden der Kinderund Jugendlichen.

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Daten von 9.000 Schülern analysiert

Das Team von Prof. Ailsa Welch analysierte Daten von fast 9.000 Kindern in 50 Grund- und Sekundarschulen in ganz Norfolk. Die Teilnehmer berichteten selbst über ihre Ernährungsgewohnheitenund nahmen an Tests zum psychischen Wohlbefinden teil, die Fröhlichkeit, Entspannung und zwischenmenschliche Beziehungen abdeckten. Die Studie berücksichtigte andere Faktoren, die einen Einfluss haben könnten, einschließlich negativer Kindheitserfahrungen und häuslicher Situationen.

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Mangelhaftes Essverhalten

"In Bezug auf die Ernährung haben wir festgestellt, dass nur etwa 25 Prozent der Sekundarschulkinder und 28 Prozent der Grundschulkinder angaben, die empfohlenen fünfmal täglich Obst und Gemüse zu essen", sagt Welch. Knapp eins von zehn Kindern habe weder Obst noch Gemüse gegessen. Außerdem würde laut Welch mehr als jedes fünfte Sekundarschulkind und jedes zehnte Grundschulkind nicht frühstücken. Und mehr als jedes zehnte Sekundarschulkind nicht zu Mittag essen.

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Vor allem bei Schülern der Sekundarstufe gebe es einen wirklich starken Zusammenhang zwischen einer nahrhaften Ernährung mit viel Obst und Gemüse und einem besseren psychischen Wohlbefinden. Den Daten zufolge haben in einer Klasse von 30 Sekundarschülern 21 ein konventionelles Frühstück und mindestens vier haben vor dem Schulbeginn am Morgen nichts zu essen oder zu trinken. Drei Schüler gehen ohne Mittagessen in den Nachmittagsunterricht.

Frühstücken fürs Wohlbefinden

"Kinder, die ein traditionelles Frühstück aßen, fühlten sich wohler als diejenigen, die nur einen Snack oder ein Getränk zu sich nahmen", sagt Dr. Richard Hayhoe, ebenfalls von der Norwich Medical School. "Aber Schüler der Sekundarstufe, die zum Frühstück Energy-Drinks tranken, hatten besonders niedrige Werte für das psychische Wohlbefinden, sogar niedriger als bei Kindern, die überhaupt kein Frühstück zu sich nahmen."

"Als potenziell veränderbarer Faktor auf individueller und gesellschaftlicher Ebene stellt die Ernährung ein wichtiges Ziel der öffentlichen Gesundheit für Strategien dar, um das psychische Wohlbefinden von Kindern zu verbessern", ergänzt Welch.

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