Kinderarzt verrät, wie sicher Impfung für Teenies ist

Impfexperte und Kinderarzt Karl Zwiauer in der "ZiB2" mit Margit Laufer.
Impfexperte und Kinderarzt Karl Zwiauer in der "ZiB2" mit Margit Laufer.Screenshot ORF
Derzeit sei eine zunehmende Verschiebung der Infektionen in den jüngeren Bereich zu beobachten. Nun müsse entsprechend darauf reagiert werden. 

Die Infektionszahlen sind in den vergangenen Tagen wieder deutlich gestiegen. Die sich weiter ausbreitende Delta-Variante und die aber gleichzeitig stagnierenden Impf-Zahlen bereiten nun Sorgen.

Besonders gefordert sind hinsichtlich der Coronavirus-Schutzimpfungen die Jungen. In dieser Bevölkerungsgruppe sei derzeit nämlich das stärkste Infektionsgeschehen zu beobachten. (Mehr dazu hier >>) Aktuell sind in der Gruppe der 15-24-Jährigen knapp 48 Prozent teilimmunisiert, während etwa 27 Prozent vollimmunisiert sind.

Bald Impfstoff für unter 12-Jährige

Am Freitagabend äußerte sich zu diesem Thema der Impfexperte und Kinderarzt Karl Zwieauer in der "ZiB2" mit Margit Laufer. Gleich zu Beginn schilderte jener, dass auch für die unter 12-Jährigen in den kommenden Monaten eine Zulassung für einen Corona-Impfstoff erwartet werde. 

 Im vierten Quartal sollte es soweit sein, so die Annahme des Experten.

Auch er konstatierte, sich derzeit immer mehr Jüngere mit dem Virus anstecken. Daher gilt es jene zu schützen. "Auch die Krankheitslast für jüngere Kinder ist durchaus beträchtlich." Besonders nach der dritten Welle habe man pro Woche ein bis drei Kinder pro Woche auf der Intensivstation gehabt. 

 Zwar sei die Krankheitslast geringer als bei Erwachsenen, dennoch sei sie vorhanden und dürfe nicht unterschätzt werden, betonte der Experte.

Mehr Aufklärungsarbeit

Weiter erläuterte Zwieauer: Mit zunehmender Verschiebung der Infektionen in den jüngeren Bereich müsse mehr Aufklärungsarbeit betrieben werden. Denn auch Jüngere können nämlich (schwer) erkranken. Das Virus sei daher nicht zu unterschätzen. Dies müssten Jugendliche begreifen. 

Neben den Risiken einer Infektion müsse man die jüngere Bevölkerungsgruppe auch hinsichtlich der Impfung sensibilisieren. Hier müsse besonders die Sicherheit des Vakzins hervorgehoben werden.

Impfung für Jugendliche "sehr sicher"

Derzeit würden weltweit zahlreiche Studien zur Impfung der unter 12-Jährigen durchgeführt. Man warte auf die entsprechenden Ergebnisse. "Wenn wir diese Daten haben, dann werden die Zulassungsbehörden sich damit auseinandersetzen und abwägen, ob das Risiko auf Seiten der Krankheit oder auf Seiten der Impfung liegt." Erst bei Vorliegen der benötigten Daten könne man weitersehen. Dennoch ist der Experte überzeugt, dass es auch für Kinder ähnlich gute Resultate geben wird, wie schon für Jugendliche. 

"Ich denke die Impfung der Jugendlichen hat sich als sehr sicher herausgestellt."

In den USA seien nämlich bereits zehn Millionen Kinder und Jugendliche geimpft worden. Bis dato seien allerdings nicht mehr Nebenwirkungen als bei jungen Erwachsenen verzeichnet worden. "Wir können davon ausgehen, dass die Impfung für die 12-16-Jährigen wirklich sicher ist." Hier liege die Risikoabschätzung eindeutig zu Gunsten der Impfung. 

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