Kitzbühel-Slaloms droht doch das Mutations-Aus

Marco Schwarz
Marco Schwarzpicturedesk
Die britische Corona-Mutation soll in Kitzbühel angekommen sein. Die Slaloms im Gamsort wackeln, Flachau könnte einspringen.

In Jochberg im Bezirk Kitzbühel liegt in 17 Fällen der Verdacht auf die neue Corona-Mutation B.1.1.7 vor. Britische Skilehrer sollen die Variante, die deutlich ansteckender sein soll, vor Weihnachten eingeschleppt haben. Die Sequenzierung ist noch im Gange. Die Bundesregierung ruft alle Einwohner des Ortes zu PCR-Testungen auf.

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Dementsprechend geht nun auch im Ski-Weltcup die Angst um. Kein Wunder, Kitzbühel soll schon am kommenden Wochenende zum Nabel der Skiwelt werden. Die Lauberhorn-Rennen in Wengen wurden abgesagt – zu hohe Infektionszahlen und, pikanterweise, Nachweise von B.1.1.7. Kitzbühel trägt also schon dieses Wochenende, eine Woche vor den ursprünglichen Hahnenkammrennen, zwei Slaloms aus. Kommende Woche folgen zwei Abfahrten und ein Super-G. Soweit der Plan.

Wegen der jüngsten Entwicklungen in Jochberg wackelt nun aber auch das Notprogramm der FIS. Am Dienstag hieß es von Seiten des ÖSV auf "Heute"-Nachfrage noch, man mache sich keine Sorge um die Rennen. Die Lage sei noch nicht mit jener in Wengen vergleichbar. Die Mitglieder des Skiklubs Kitzbühel, die aus Jochberg stammen, wurden bereits durchgetestet (Antigen), weitere PCR-Tests würden folgen.

Am Mittwoch hört sich das anders an. Die "Kleine Zeitung" schreibt: "Und auch, wenn der Beschluss noch nicht offiziell ist, scheint klar: Die beiden Slaloms der Männer werden nicht in Kitzbühel, sondern in der Flachau gefahren."

Im Bericht kommt Kitzbühels Skiklub-Präsident Michael Huber zu Wort, der einräumt: "Dieses Virus haben wir nicht im Griff, da sind wir nur Passagier. Und das ist das, was mir Sorgen bereitet." Huber weiter: "Keiner weiß, was die nächsten Tage und Stunden bringen."

Land und Bezirk hatten bis Dienstag noch vermeldet, dass Konsequenzen für die Kitzbühel-Rennen kein Thema wären, schlugen damit also in dieselbe Kerbe wie der ÖSV.

In der Flachau herrschen perfekte Wettkampfbedingungen. Der Ort trug am Dienstag den Nachtslalom der Damen aus, den Mikaela Shiffrin vor der Österreicherin Katharina Liensberger gewann.

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