Bei der WM

Klarer Krankl-Befehl vor "Finale" an unser Team

Deutliche Worte von "Goleador" Hans Krankl. Der Ex-ÖFB-Teamspieler will von Österreichs Nationalteam zum Gruppenabschluss einen Sieg sehen.
Sport Heute
27.06.2026, 05:32
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Österreich trifft am frühen Sonntagmorgen (4 Uhr) auf Algerien. Es ist das "Finale" für Österreich. Aber auch ein Duell zum Abschluss der Gruppenphase, das bedeutungslos sein könnte. Denn Rot-Weiß-Rot liegt aktuell mit drei Zählern und der besseren Tordifferenz vor den punktgleichen "Wüstenfüchsen". Das heißt: Schon ein Unentschieden bringt Rot-Weiß-Rot den zweiten Tabellenplatz und damit auch den sicheren Aufstieg. Vier Punkte würden zeitgleich auch Algerien zum Weiterkommen reichen.

Deshalb weht schon ein Hauch von "Gijon" durch die WM-Berichterstattung. Vor genau 44 Jahren feierte Deutschland im letzten Gruppenspiel der WM 1982 einen 1:0-Heimerfolg gegen das ÖFB-Team – ein Ergebnis, das damals beiden Teams zum Weiterkommen reichte, während ausgerechnet die Algerier ausschieden. Eine ähnliche Konstellation könnte auch diesmal drohen. Denn die Partie steigt als letztes Spiel der Gruppenphase, beide Teams wissen also schon im Vorhinein, welches Ergebnis ausreicht, um aufzusteigen. Und über allem schwebt die Theorie, dass Platz zwei in der Gruppe wohl ein Duell mit Spanien bedeuten würde, während der Dritte ein womöglich leichteres Los erwischen könnte, etwa den Sieger der Gruppe B, also Kanada oder Bosnien.

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"So, wie es sich gehört"

Von all diesen Szenarien und Rechenbeispielen hält Österreichs "Goleador" Hans Krankl gar nichts, wie der TV-Experte im "Sky"-Podcast "Der Audiobeweis – WM-Edition" klarmachte. "Wir brauchen über kein Remis reden. Das Spiel gegen Algerien muss gewonnen werden. Wir haben die bessere Qualität, sind die bessere Mannschaft, haben die besseren Spieler", analysierte der Kult-Stürmer. Betonte dann: "Gegen Algerien muss gewonnen werden. Von einem Unentschieden brauchen wir gar nicht reden. Wir sprechen immer von einer sehr starken Nationalmannschaft, haben Spieler, die auch von sich selbst behaupten, dass sie Qualität haben. Gegen Algerien müssen sie gewinnen. Punkt, Ende, aus", so der 73-Jährige.

Man müsse aber "den Respekt haben", dürfe die Nordafrikaner "nicht unterschätzen, das ist auch eine gute Mannschaft. Aber die Mannschaft wird gewinnen, wir werden den zweiten Platz in der Gruppe haben. So, wie es sich gehört", stellte der "Goleador" klar, wischte damit alle Rechenspielchen beiseite.

Krankl war in Gijon dabei

Krankl ist einer der Protagonisten der "Schande von Gijon", stand damals selbst auf dem Feld. Es soll ja die gesamte Mannschaft eingeweiht gewesen sein, nur Walter Schachner nicht. "Es war nicht schön, ein Skandal, ein unmögliches Spiel. Es war aber durch die Konstellation klar, dass den Deutschen ein 1:0 reicht. Sonst wären sie wieder nach Hause gefahren, wie zuvor in Argentinien", erinnerte Krankl an das legendäre Duell in Cordoba. "Es war ein Hin- und Hergeschiebe, grauslich. Aber wenn ich den Ball in der 90. Minute im Sechzehner bekommen hätte, hätte ich den ins Kreuzeck geschossen zum 1:1 und sie wären wieder nach Hause gefahren", so der einstige ÖFB-Störmer. "Die haben geraunt, wir haben uns einlullen lassen", meinte Krankl dann mit Blick auf das DFB-Team. Österreich sei damals aber auch "körperlich nicht in der Lage" gewesen, dagegenzuhalten.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 27.06.2026, 14:12, 27.06.2026, 05:32
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