Mehr Geld für jene, die tagtäglich anderen helfen: Oberösterreich greift tief in die Tasche und stellt 24,1 Millionen Euro für Lohnerhöhungen im Sozialbereich bereit. Land, Städte und Gemeinden übernehmen die Kosten des neuen Kollektivvertragsabschlusses in der Sozialwirtschaft.
Konkret geht es um Organisationen und Einrichtungen, die sich am SWÖ-Kollektivvertrag orientieren oder nach diesem entlohnen. Als zentrale Auftraggeber sichern Land und Kommunen zu, die Gehaltsanpassungen voll zu finanzieren. Für die Beschäftigten, die im Auftrag des Landes tätig sind, bedeutet das: Die Erhöhung ist abgesichert.
"Soziale Arbeit ist eine tragende Säule unseres Zusammenhalts. Wer täglich Verantwortung für andere übernimmt, verdient faire Rahmenbedingungen und verlässliche Perspektiven", betont VP-Landeshauptmann Thomas Stelzer. Mit der Kostenübernahme setze man gemeinsam mit Städten und Gemeinden "ein klares Zeichen der Wertschätzung".
Auch Sozial-Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) spricht von einem "vertretbaren Abschluss" in wirtschaftlich herausfordernder Lage. Land, Gemeinden und Städte würden diesen Weg mittragen. Für Städtebund-Chef und Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) ist die gemeinsame Finanzierung "ein starkes Signal der Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten".
Gemeindebund-Präsident Christian Mader (ÖVP) verweist auf angespannte Einnahmen ab 2026, dennoch sei man bereit, die "spürbare und nachhaltige Gehaltsanpassung" mitzutragen. Ziel sei es, faire Bedingungen zu schaffen und den Trägerorganisationen Planungssicherheit zu geben – als "klares Bekenntnis" zur sozialen Verantwortung in Oberösterreich.