Blaulicht, Trümmer und ein schwer beschädigter Kleinbus: Der folgenschwere Unfall passierte am Freitag in den frühen Morgenstunden auf der Westautobahn in Sattledt (Bez. Wels-Land). Aus noch unbekannter Ursache krachte der Kleintransporter in das Heck eines Lkw-Aufliegers.
Der Bus wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt und kam auf der Überholspur zum Stillstand. Der beteiligte Sattelzug stoppte am Pannenstreifen. Die Feuerwehr wurde zur Personenrettung alarmiert.
Eine Frau war mit dem Fuß eingeklemmt und musste mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Kleinbus befreit werden. Insgesamt erlitten sieben Insassen Verletzungen, darunter auch mehrere Kinder. Sechs Personen wurden leicht, eine weitere etwas schwerer verletzt.
Nach der Erstversorgung durch Rettungsdienst und Notarzt brachte man alle Verletzten ins Klinikum Wels. Der Lkw-Lenker blieb offenbar unverletzt.
Noch während des Rettungseinsatzes kam es zur nächsten gefährlichen Situation: Ein Pkw-Lenker drehte vor der eingerichteten Ableitung plötzlich um. Das Auto fuhr daraufhin als Geisterfahrer auf der Richtungsfahrbahn Wien in Richtung Salzburg.
Ein Traffic Manager der ASFINAG versuchte noch, den Wagen zum Anhalten zu bewegen. Die Polizei eilte mit einem Einsatzfahrzeug hinterher. Die A1 war in Fahrtrichtung Wien zwischen dem Knoten Voralpenkreuz und der Autobahnauffahrt Sattledt gesperrt.
Der Verkehr wurde über die A8 Innkreisautobahn und die A25 Welser Autobahn beziehungsweise über die Bypassspur umgeleitet. Fahrzeuge mussten in Sattledt von der A1 ab- und anschließend wieder auffahren. Vor der Ableitung bildete sich ein rund drei Kilometer langer Stau.