Klima schützen – 30 Prozent der Lebensmittel gerettet

Essen retten, Klima schützen und Sozialprojekte unterstützen. Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) im Bild mit Caritas Generalsekretär Klaus Schwertner in der Caritas Werkstätte Am Himmel.
Essen retten, Klima schützen und Sozialprojekte unterstützen. Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) im Bild mit Caritas Generalsekretär Klaus Schwertner in der Caritas Werkstätte Am Himmel.(c) BMK/Cajetan Perwein
Freiwillige Vereinbarung zwischen Klimaschutzministerium und Handel zeigt Wirkung: Im Jahr 2020 wurden über 20.000 Tonnen Lebensmittel gerettet.

Das Klimaschutzministerium hat 2020 in Kooperation mit elf großen Handelsunternehmen über 20.000 Tonnen Lebensmittel gerettet und an soziale Einrichtungen weitergegeben. "Unsere gemeinsame Vereinbarung wirkt - und zwar von Jahr zu Jahr besser. Insgesamt haben die teilnehmenden Unternehmen im vergangenen Jahr rund ein Drittel ihrer ausgebuchten Lebensmittel gerettet", betonte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne).

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Im Jahr 2017 hat das Umweltministerium gemeinsam mit elf großen Handelsunternehmen eine freiwillige Vereinbarung zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen getroffen. Die 20.000 Tonnen, die 2020 gesammelt wurden, entsprechen demnach einer Steigerung von 60 Prozent im Vergleich zu 2018. Weitere 10.000 Tonnen wurde als Tierfutter abgegeben. Insgesamt wurden im Vorjahr rund 30 Prozent der ausgebuchten Lebensmittel gerettet.

Gegen Lebensmittelverschwendung – Für Klimaschutz

Laut Umweltministerium ist die Verschwendung von Nahrung global gesehen der drittgrößte Treibhausgaserzeuger weltweit. Allein in Österreich landen jährlich 800.000 Tonnen Essbares im Müll.

"Durch die Zusammenarbeit von fünf Ressorts aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft unter dem Vorsitz des Klimaschutzministeriums werden Wissen und Erfahrungen gebündelt, um gemeinsam den Anteil an vermeidbaren Lebensmittelabfällen bis zum Jahr 2030 zu reduzieren", hieß es in einer Aussendung des Ministeriums.

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"Die tollen Ergebnisse, die durch die freiwilligen Vereinbarungen erreicht wurden, können sich sehen lassen und sind ein gutes Beispiel dafür, dass gemeinsame Anstrengungen zum Ziel führen", sagte Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Für die österreichischen Unternehmen des Lebensmittelhandels und der Lebensmittelerzeugung stehe auch weiterhin die Reduktion von vermeidbarem Abfall im Fokus, "denn Lebensmittel sind zu wertvoll, um verschwendet zu werden".

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