Knalleffekt! Bei Barcelona treten sechs Vorstände ab

Der FC Barcelona wird von einer Rücktrittswelle erschüttert. Gleich sechs der 19 Vereins-Direktoren schmeißen ihre Ämter hin, weil sie mit dem Klub-Boss nicht mehr können.

In einem offenen Brief, der in spanischen Medien veröffentlicht wurde, erklären die Vorstände ihre Gründe: "Wir haben diesen Punkt erreicht, an dem wir gemerkt haben, dass wir das Krisenmanagement des Klubs mit Blick auf die Herausforderungen der Zukunft nicht bewältigen können."

Unterzeichnet ist das Schreiben von den Vizepräsidenten Emili Rousaud und Enrique Tombas, sowie Silvio Elias, Maria Teixidor, Josep Pont und Jordi Clasamiglia. Im Fadenkreuz der Kritik steht Präsident Josep Bartomeu.

Ihm werden zwei Verfehlungen vorgeworfen: Einerseits soll er die Firma "13 Ventura" damit beauftragt haben, ehemalige und aktuelle Stars wie zum Beispiel Pep Guardiola oder Lionel Messi in den Sozialen Medien gezielt zu diffamieren, um die Vereinsführung in der Öffentlichkeit besser aussehen zu lassen. Andererseits werden ihm die schleppenden Verhandlungen mit den Profis zum Thema Gehaltsverzicht in der Coronakrise negativ angerechnet. Die Spieler fühlten sich von der Klubführung in ein schlechtes Licht gerückt.

Laut Vizepräsident Rousaud habe Bartomeu geplant, die Klubführung umzubauen, weil er einigen der Direktoren nicht vertrauen würde. Die sechs Direktoren traten daraufhin offenbar die Flucht nach vorne an und empfahlen Bartomeu, bald Neuwahlen abzuhalten, "damit der Klub unter den Herausforderungen der unmittelbaren Zukunft bestmöglich geführt werden kann." Die Präsidentschaftswahlen sollen aber erst im Juni 2021 abgehalten werden. Bartomeu bleibt weiter im Amt.

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