Start der Formel-1-Saison

"Könnte Probleme geben" – Helmut Marko lässt aufhorchen

Helmut Marko startet erstmals ohne offizielle Rolle bei Red Bull in eine Formel-1-Saison - und erklärt, warum nun andere Qualitäten zählen.
André Wilding
11.02.2026, 09:19
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Zum ersten Mal seit Jahrzehnten ist Helmut Marko nicht mehr offiziell Teil des Red-Bull-Rennstalls. Der 82-Jährige, der einst Sebastian Vettel und Max Verstappen zu Weltmeistern formte, verfolgt die neue Saison aus der Distanz - zumindest offiziell.

Ganz loslassen kann er aber nicht. "Noch verspüre ich keinen Drang, wieder an den Rennen aufzutauchen, aber ich werde mich täglich informieren. Und in Australien um 5 Uhr morgens vor dem TV-Schirm sitzen", sagt der Grazer im Gespräch mit "Blick".

Massiver Umbruch

Die Formel 1, wie Marko sie über viele Jahre erlebt hat, existiere so nicht mehr. Technisch steht die Königsklasse vor einem massiven Umbruch. Der Elektromotor liefert nun deutlich mehr Leistung und steht im Verhältnis 50:50 zum Verbrennungsmotor. Für Marko ist klar: "Die Software-Spezialisten sind jetzt wichtiger als die Fahrer! Sie müssen fast bei jedem Rennen ein neues Programm schreiben. Und der Fahrer sitzt jedes Mal wieder neu auf der Schulbank."

Entscheidend sei nun, wer sich am schnellsten auf die neue Technik einstellen könne. "Da ist eine Prognose schwierig. Aber es gibt einige intelligente Fahrer. Wie zum Beispiel Arvid Lindblad bei Racing Bulls." Der 18-Jährige wurde einst von Marko entdeckt.

"Mercedes scheint einen leichten Vorteil zu haben"

Auch abseits der Software sieht der erfahrene Motorsport-Manager große Herausforderungen. "Mercedes scheint einen leichten Vorteil zu haben. Aber können sie auch alles gut umsetzen? Denn das Benzin spielt diesmal auch eine wichtige Rolle. Red Bull hat mit dem eigenen Motor bisher gut gearbeitet – und das muss man, will man Verstappen bei Laune halten", sagt Marko gegenüber "Blick".

Die ersten Testtage in Bahrain liefern nun die ersten Antworten. Nach kühlen Bedingungen in Barcelona warten Temperaturen von bis zu 30 Grad. "Es wird interessant, wer die Hausaufgaben in Barcelona gemacht hat. Aber die Kühlung der wichtigen Batterie könnte Probleme geben", so Marko zur Schweizer Tageszeitung.

Kleine Details entscheiden

Zusätzlich rückt das neue Mindestgewicht von 770 Kilo inklusive Fahrer in den Fokus. Zehn Kilo mehr oder weniger können laut Marko pro Runde fast 0,4 Sekunden ausmachen. Kleine Details könnten also über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Für Helmut Marko ist klar: Nicht nur Mut und Talent zählen 2026 - sondern vor allem Rechenleistung und Köpfchen.

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