Ekstase im ORF

Komplett verrückt! Neujahrs-Dirigent rennt ins Publikum

Wer dachte, ein klassisches Neujahrskonzert sei stets brav und konservativ, wurde am 1. Jänner 2026 eines Besseren belehrt.
Heute Entertainment
01.01.2026, 20:55
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Yannick Nézet-Séguin, der Frankokanadier mit dem Händchen für Überraschungen, dirigierte die Wiener Philharmoniker nicht nur, sondern verwandelte den Musikverein in eine wahre Showbühne – inklusive Publikumsmitsingen und Publikums-Rock-Feeling.

Schon beim Donauwalzer-Zugabe-Moment sorgte Nézet-Séguin für Aufsehen: Der Maestro stoppte plötzlich den ersten Ton, drehte sich zum Publikum und sprach ein paar persönliche Worte: "Freundlichkeit ist das Wichtigste auf der Welt. Gerade heute wünsche ich der ganzen Welt ein wenig mehr Freundlichkeit. Wir leben schließlich alle gemeinsam auf diesem einen Planeten."

Nézet-Séguin wird zum Rockstar

Erst nach einem strahlenden "Prosit Neujahr" erklang der Walzer – erneut ohne Pult, ohne Dirigierstock, dafür mit silber lackierten Fingernägeln und Flinserl im Ohr, die seinen unverwechselbaren Stil unterstrichen.

Doch der eigentliche Knüller kam beim Radetzky-Marsch: Nézet-Séguin verließ die Bühne und lief mitten durch das Publikum, als sei der Musikverein ein Rock-Konzert. Die Zuschauer wurden zu seinem Orchester , klatschten, sangen und feuerten den Maestro an.

Ein klassischer Auftritt? Fehlanzeige. Einzigartig, dynamisch und voller Energie. So hat man den Radetzky-Marsch und den Wiener Musikverein wohl noch nie erlebt. Begeisterung, Jubel und stehende Ovationen begleiteten jeden Schritt des Dirigenten durch die Reihen.

Seine Mischung aus klassischer Präzision, modischem Charme und unkonventionellen Aktionen machte das Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis. Nézet-Séguin zeigte eindeutig: Ein Dirigent muss nicht nur musikalisch brillieren, er kann auch Publikum und Musiker gleichermaßen mitreißen. Mitten im Saal, ohne Pult und mit jeder Menge Spaß.

Für die Wiener Philharmoniker war es ein denkwürdiger Start ins neue Jahr, für das Publikum ein Neujahrs-Erlebnis der Extraklasse und für Yannick Nézet-Séguin der Beweis, dass man klassische Musik auch ganz anders inszenieren kann.

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