Nach Schmier-Attacke

Konditor verkauft "Negerbrot in "linksextremer Edition"

Der Streit um das umstrittene "Negerbrot" in Klagenfurt geht in die nächste Runde. Nach "linksextremen Schmierereien" kontert die Konditorei Zehrer.
Newsdesk Heute
27.06.2026, 16:24
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In der Nacht auf Freitag haben unbekannte Mitglieder eines selbst ernannten "Widerstandskollektivs" die Schaufenster der Konditorei Zehrer am Alten Platz in Klagenfurt mit pinker Kreidefarbe beschmiert und Plakate angebracht.

Keine 24 Stunden nach der Schmieraktion legt Zehrer-Chef Peter Nimmervoll nun nach und bietet im Webshop bereits eine neue Variante der strittigen Nascherei an: "Negerbrot Linksextreme Edition". Dazu heißt es im Shop: "Das Sonderdesign anlässlich der feigen Schmieraktion, wenn man sich nicht einer linken Minderheit beugt."

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Der Konditorei-Chef spricht gegenüber der "Kleinen Zeitung" von Feigheit: "Sie waren vermummt und in der Nacht unterwegs und haben nicht den Mut, ihre Meinung offen zu äußern".

Die  Vandalen hatten die Aktion zuvor mit dem Verkauf der unter dem rassistischen N-Wort bekannten Schokolade begründet. Auf den Plakaten standen Sätze wie "Habt ihr den Schuss nicht gehört?!" und "Wir müssen nicht erklären, warum das N-Wort rassistisch ist!" Die Polizei rückte am Freitag in der Früh an, die Kripo prüft den Verdacht der Sachbeschädigung.

Nimmervoll zeigt sich von der Aktion unbeeindruckt. Eine Umbenennung komme für ihn weiterhin nicht infrage. "Mit Negerbrot-Schokolade bezeichnen wir keine Menschen, sondern eine traditionelle Süßwarenspezialität", sagt der Zehrer-Chef. Er verweist auf zahlreiche Zuschriften und Kunden, die ihm in den vergangenen Wochen Zuspruch gegeben hätten.

Auch auf die beschädigten Schaufenster reagierte Nimmervoll bereits mit einer Spitze: Für zweckdienliche Hinweise zur Ergreifung der Täter lobte er fünf Kilo "Negerbrot" als Belohnung aus. Die Farbe wurde inzwischen von einer Reinigungsfirma entfernt.

Die Debatte um den Namen läuft schon seit Dezember. Kritiker werfen Nimmervoll vor, einen historisch belasteten und rassistisch konnotierten Begriff zu verharmlosen. Besonders lautstark hatte sich auch Stadttheaterintendant Aron Stiehl gegen die Bezeichnung gestellt. Bei einer persönlichen Konfrontation in der Konditorei ging es höchst emotional zu – die Causa geht nun sogar vor Gericht weiter.

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