Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Kronprinzessin Mette-Marit (52) kann täglich den lebensrettenden Anruf erhalten, dass eine passende Spenderlunge für sie bereitsteht. Doch bis dahin muss die 52-Jährige weiter kämpfen.
Unterstützung erhält sie dabei von ihrer Familie. Tochter Alexandra legte sogar ihr Auslandsstudium in Sydney vorübergehend auf Eis, um ihrer Mutter beizustehen. Mette-Marits ältestem Sohn Marius Borg Høiby (29) bleibt dies allerdings verwehrt: Er sitzt seit Februar in Untersuchungshaft und kann so nicht für seine Mutter da sein. Doch das könnte sich nun ändern.
Bereits zum vierten Mal beantragt Marius eine Haftentlassung mit elektronischer Fußfessel. Dreimal lehnten die Gerichte ab. Jetzt hat der 29-Jährige allerdings eine neue Begründung: Er möchte bei seiner schwer kranken Mutter sein.
Am Montag wird sein neuer Antrag vor dem Osloer Amtsgericht verhandelt, angesetzt ist der Termin für 13 Uhr, Marius soll persönlich erscheinen.
Ob das Gericht mitspielt, ist fraglich. Ein zentraler Grund für die bisherigen Ablehnungen war, dass sich Marius an keines der verhängten Kontaktverbote hielt, die Polizei sprach von rund "2000-Mal". Auch mit Fußfessel könnte er jederzeit seine Ex-Freundin und Hauptbelastungszeugin kontaktieren.
Ausgerechnet diese Ex, vor Gericht als "Frau aus dem Frogner-Viertel" geführt, soll laut einer norwegischen Online-Zeitung sogar für seine Freilassung sein. Bestätigen wollte ihre Anwältin das aber nicht.
Marius werden schwere Straftaten vorgeworfen, darunter mehrfache Vergewaltigung, Körperverletzung und Drogenbesitz. Es gilt die Unschuldsvermutung.