Klare Worte von Rapid-Legende Hans Krankl: Nach dem 2:2-Remis am Sonntag in Hartberg spart die Stürmer-Legende nicht mit Kritik – vor allem an der grün-weißen Offensive.
41 Liga-Tore erzielte Krankl in der Saison 1978 für die Hütteldorfer. In der laufenden Spielzeit ist Ercan Kara mit fünf Treffern der beste Torschütze. "Wenn der Mittelstürmer fünf Tore schießt, brauchen wir nicht mehr viel sagen. Das ist ein Armutszeugnis", stellt Krankl auf Sky bei "Talk & Tore" klar. Gleichzeitig nimmt er den Angreifer aber auch in Schutz: "Er hat nicht so oft gespielt."
Während Sturm und der LASK zuletzt ein "großartiges Spiel" gezeigt hätten, hinken Rapid und auch die Austria laut Krankl hinterher. "Es ist nicht zu erwarten, dass einer der zwei Vereine heuer um den Meistertitel mitspielt."
Ganz abschreiben will er die Hütteldorfer aber noch nicht: "Die Chance wäre zwar noch da, aber da muss man abwarten. Noch ein, zwei Wochen, dann weiß man Bescheid."
Auch über Trainer Johannes Hoff Thorup will er noch kein endgültiges Urteil fällen. "Er versucht, der Mannschaft eine ganz andere Art von Fußball beizubringen. Das dauert seine Zeit."
Ob er diese Zeit bekommt, sei allerdings fraglich. Krankl kennt das Geschäft: "Wenn er gewinnt, wird er sie kriegen. Wenn er verliert, bekommt er sie nicht, denn heute – das war schon zu unserer Zeit so, aber heute ist es extrem – ist das Geschäft für einen Trainer viel zu schnelllebig. Es wird ganz einfach der kurzfristige Erfolg verlangt. Er will die Mannschaft auf ein neues System umstellen: Gibt man ihm nun die Zeit dafür oder nicht? Meistens bekommt er sie nicht."