Noch eine Woche, dann geht es endlich wieder los. Der Ski-Weltcup startet Ende Oktober mit dem traditionellen Riesentorlauf-Doppel auf dem Rettenbachferner. Am 25. Oktober eröffnen die Frauen die neue Ski-Saison, tags darauf, am österreichischen Nationalfeiertag, sind dann die Männer dran (26. Oktober).
Und das bei besten Pistenbedingungen. Der Ski-Weltverband FIS gab am Donnerstag nach der obligatorischen Schneekontrolle nämlich Grünes Licht. Dem Ski-Spektakel in Sölden steht nichts im Weg.
Schon in den letzten Tagen trainierten mehrere Ski-Teams auf dem Gletscher-Hang. So auch die österreichischen Asse rund um Manuel Feller. Die konnten dabei auch eine Neuerung auf dem Rettenbachferner bestaunen. Auf dem letzten Streckenteil, dem Flachstück ins Ziel, wurden zwei Wellen aufgeschüttet, um auch die Fahrt durch die letzten Tore spannender zu gestalten. Feller selbst konnte der Idee aber nur wenig abgewinnen.
"Ich weiß nicht, ob es nötig war, beim ersten Rennen auf 3.000 Meter kurz vor dem Ziel noch so etwas einzuschieben", meinte der Fieberbrunner nach den Trainingsläufen im "ORF". "Es ist da doch ein gewisses Risiko dabei. Die Top-Leute fahren das im zweiten Durchgang ja im Schatten", blickte Feller auf die Sichtverhältnisse. Schon bei den Testläufen hätte es laut Feller "bald ein paar Hoppalas" gegeben. Deshalb schob Österreichs Technik-Star an: "Ich bin nicht der größte Fan davon, aber es ist für jeden gleich."
FIS-Renndirektor Markus Waldner erzählte bereits, dass der Steilhang immer steiler werde, der Gletscher sich bewege. "Es ist schon ein extrem schwerer Hang, der Steilhang ist zum Kämpfen", musste auch Feller gestehen. Von den Beschwerden der letzten Woche, als der Tiroler zwei Termine wegen Rückenbeschwerden ausließ, ist aber nichts mehr zu merken.
Trotzdem hielt der Tiroler fest, dass es wohl keine weiteren Auftritte auf dem Rettenbachferner geben werde. "Es wird ziemlich sicher mein letztes Sölden-Rennen werden", meinte der 33-Jährige. Schon in der letzten Saison hatte der Tiroler angekündigt, aufgrund seiner immer wiederkehrenden Rückenschmerzen auf den Riesentorlauf verzichten und den Fokus auf den Slalom legen zu wollen. Mit Blick auf Olympia 2026 in Norditalien will Feller aber noch den einen oder anderen Riesentorlauf mitnehmen. "Ich versuche, mein Bestes zu geben. Das Ziel sind ein paar Punkte, die Top 20", so der Tiroler.