Wer derzeit vor Istrien ins Meer steigt, könnte auf ungewöhnliche Begleiter treffen. In den Küstengewässern sind zuletzt zahlreiche große Quallen mit gelblich-braunen Schirmen aufgetaucht. Wegen ihres Aussehens werden die Tiere Spiegeleiquallen genannt.
Besonders auffällig ist die Situation in Pula. Die Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität in Pula stellte dort eine außergewöhnlich hohe Konzentration fest. Demnach wurden rund zwei ausgewachsene Quallen pro Quadratmeter gezählt.
Auch aus anderen beliebten Urlaubsorten wie Rovinj und Poreč gibt es Berichte und Videos von größeren Ansammlungen.
Trotz der großen Zahl der Quallen besteht laut Experten kein Grund zur Sorge. Die Spiegeleiqualle gilt für Menschen als ungefährlich. Ihre Nesselzellen haben nur eine sehr geringe Wirkung auf den Menschen.
Anfassen oder aus dem Wasser holen sollte man die Tiere dennoch nicht. Dafür gibt es auch einen wichtigen Grund: Unter den Schirmen ausgewachsener Spiegeleiquallen suchen junge Fische Schutz.
Für das ungewöhnliche Erscheinungsbild der Quallen sind Algen verantwortlich, die in ihrem Gewebe leben. Tier und Algen bilden dabei eine Symbiose.
Spiegeleiquallen sind in der Adria heimisch. Größere Ansammlungen sind laut den Fachleuten Teil ihres natürlichen Lebenszyklus und damit kein ungewöhnliches Phänomen.
Das Aquarium Pula erklärt zudem, warum die Tiere plötzlich so nahe an beliebten Stränden auftauchen können. Normalerweise halten sich die Quallen weiter draußen im Meer auf. Wind und Meeresströmungen können sie jedoch Richtung Küste treiben.
Auch wenn die schwimmenden "Spiegeleier" spektakulär aussehen, müssen Badegäste laut Experten keine Panik haben. Die Tiere sollten aber in Ruhe gelassen werden.