Der LASK hat tatsächlich das Unmögliche möglich gemacht. Nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel gegen Celtic Glasgow drehten die Linzer das Champions-League-Playoff noch und lösten mit einer historischen Aufholjagd das Ticket für die Ligaphase der Königsklasse.
"Sie haben das Unmögliche möglich gemacht. Ich bin froh, diese Mannschaft zu haben", jubelte Trainer Didi Kühbauer nach der Partie bei Sky. Der 55-Jährige hatte trotz der schwierigen Ausgangslage immer an seine Mannschaft geglaubt.
"Die Art und Weise, wie die Jungs das heute gemacht haben, da muss man einfach in die Champions League kommen", schwärmte Kühbauer. Für ihn sei bereits im Hinspiel zu erkennen gewesen, dass Celtic trotz des deutlichen Ergebnisses nicht die bessere Mannschaft war. "Celtic ist eine gute Mannschaft und wir haben sie heute an die Wand gespielt. Das zeigen auch alle Statistiken."
Selbst als die Schotten in Linz in Führung gingen und damit im Gesamtergebnis bereits mit 4:0 vorne lagen, gab sich der LASK nicht auf. "Nach dem 2:1 für uns hat man gemerkt, dass bei Celtic was im Kopf passiert ist", erklärte Kühbauer. Dass die Entscheidung erst in letzter Sekunde fiel, sei zwar glücklich gewesen, für den LASK-Coach aber "verdientes Glück".
Doppelpacker Samuel Adeniran konnte sein Glück ebenfalls kaum fassen. "Ich habe daran geglaubt, dass wir es schaffen können. Meine Teamkollegen haben daran geglaubt", sagte der Angreifer. Entscheidend seien die Mentalität und der Zusammenhalt der Mannschaft gewesen. "Letztendlich geht es darum, das, was die Leute sagen, auszublenden und an sich selbst und sein Team zu glauben."
Auch Torhüter Lukas Neuwirth sprach von einem außergewöhnlichen Abend. "Ich glaube, die meisten hatten uns schon in Glasgow abgeschrieben", sagte der Keeper. Nach dem frühen Gegentreffer in Linz sei das Weiterkommen für viele endgültig erledigt gewesen. "Dass wir dann so zurückkommen ... Die Mannschaft kann richtig viel erreichen. Ich bin einfach megaglücklich, dass wir das geschafft haben. Wir spielen Champions League!"
Auf der Gegenseite herrschte hingegen Fassungslosigkeit. Celtic-Trainer Martin O’Neill sprach von einem "unglaublich enttäuschenden Abend". Nach der zwischenzeitlichen 4:0-Gesamtführung habe sein Team die Kontrolle verloren. Gleichzeitig erkannte der 74-Jährige die Leistung der Linzer an: "Der LASK hat heute wieder sehr intensiv gespielt, sehr körperbetont, und sie haben es am Ende verdient, zu gewinnen."