"Der muss viel lernen"

Kühbauer stellt klar: Nie wieder Handschlag mit Senft

Zwischen Ried und dem LASK krachte es – erst im ÖFB-Cup-Halbfinale, das die Linzer mit 2:1 nach Verlängerung für sich entschieden. Und auch danach.
Sport Heute
19.03.2026, 14:20
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LASK-Trainer Didi Kühbauer jubelte nach dem Schlusspfiff im Rieder Stadion ausgiebig, und das vor dem harten Kern der Rieder Fans. Da kochten die Emotionen hoch, einige sprangen von der Tribüne auf das Spielfeld, Ordner und Ried-Tormann Andreas Leitner beruhigten den Anhang der Innviertler, während auch der Stadionsprecher die Fans dazu aufforderte, die Ruhe zu bewahren. "Nicht vom Herrn Kühbauer provozieren lassen. Das ist unterste Schublade", sagte der Stadionsprecher.

Zuvor war es auch am Spielfeldrand heiß hergegangen – zwischen den beiden Trainern. Kühbauer verweigerte seinem Gegenüber Maximilian Senft nämlich den Handschlag nach dem Schlusspfiff. Mehr noch: Es wird auch künftig keinen Handshake zwischen den beiden Trainern geben. "Ich werde ihm nicht mehr die Hand geben. Das ist für mich Fakt", stellte Kühbauer gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten" klar. "Wie sich der da heute benommen hat, war für mich nicht in Ordnung. Er fordert Spieler auf, nach einem Foul eine Rudelbildung zu machen", warf der LASK-Trainer Ried-Coach Senft unsportliches Verhalten vor.

"Muss noch viel lernen"

"Der Junge muss noch viel lernen. Und ich weiß, wovon ich rede, weil ich war auch sehr emotional am Anfang meiner Karriere", schob der Trainer-Routinier dann hinterher. Ein fairer Handschlag "geht sich nicht mehr aus".

Er selbst habe in den beiden Liga-Duellen nicht zur Rieder Bank gesprochen. "Aber was da herüberkommt, was da Druck auf den Vierten Offiziellen ausgeübt wird, das ist ja fast schon eine Gemeinheit", legte Kühbauer nach. Er glaube auch, dass "viele andere Mannschaften dasselbe sagen" würden. "Man muss sich schon einmal an der eigenen Nase packen und heruntergehen vom Gas", riet Kühbauer seinem Gegenüber. "Ich bin keiner, der provoziert. Aber heute war so ein Tag, an dem man ein bisschen übertrieben hat. Manche Sachen waren unter der Gürtellinie", erklärte auch LASK-Stürmer Sasa Kalajdzic,

Von Linzer Seite kam auch erneut viel Kritik an der Rieder Spielweise. Die Gastgeber setzten auf hohe Bälle, auf Einwürfe und Freistöße als gefährliche Tormöglichkeiten. "Dafür werde ich mich nicht entschuldigen. Wir sind in so einem Spiel der Underdog. Wenn man glaubt, man kann mit denselben Waffen in so ein Spiel gehen, wird es oft negativ ausgehen", rechtfertigte sich Senft. Und erklärte zum Streit mit Kühbauer: "Ich wollte das Ganze respektvoll beenden, der andere Trainer nicht."

Ein Eigentor von Nikki Havenaar (108.) beförderte den LASK zuvor ins Finale des ÖFB-Cups am 1. Mai gegen Altach. Samuel Adeniran hatte in der 50. Minute noch die Führung der Rieder durch Fabian Rossdorfer (49.) ausgeglichen. Kühbauer hat nun die Chance, den Cup-Titel zu verteidigen, triumphierte 2025 mit seinem Ex-Verein Wolfsberg.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 19.03.2026, 14:34, 19.03.2026, 14:20
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