Kühbauer verweigert Handschlag

"Unter der Gürtellinie": Cup-Kracher sorgt für Aufsehen

Beim ÖFB-Cup-Halbfinale zwischen dem LASK und der SV Ried kam es auch abseits des Platzes zu hektischen Szenen.
Sport Heute
19.03.2026, 07:44
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Der Finaleinzug des LASK im ÖFB-Cup sorgte nicht nur sportlich für Schlagzeilen – auch die Emotionen kochten nach dem Spiel in Ried hoch. Neben Trainer Dietmar Kühbauer ließ auch Sasa Kalajdzic seinem Ärger freien Lauf.

Mit einem hart erkämpften 2:1 nach Verlängerung fixierten die Linzer den Einzug ins Cup-Finale gegen Altach. Mehr als 60 Jahre nach dem letzten großen Titel lebt damit wieder die Hoffnung auf einen Triumph. Doch die Freude über den Erfolg wurde von hitzigen Szenen überschattet.

Nach dem Schlusspfiff entlud sich die Spannung im Stadion. Die LASK-Spieler jubelten aus Sicht der Gastgeber zu provokant, gleichzeitig berichteten die Linzer von Beleidigungen von den Rängen. "Ich bin keiner, der provoziert. Aber heute war so ein Tag, an dem man vielleicht ein bisschen übertrieben hat. Manche Sachen waren unter der Gürtellinie", erklärte Kalajdzic. Torhüter Lukas Jungwirth stellte hingegen die positiven Emotionen in den Vordergrund: "Nach einer Verlängerung ins Finale einzuziehen – viel Geileres gibt es kaum."

Auch Kühbauer sorgte für Aufsehen. Der LASK-Coach verweigerte seinem Rieder Gegenüber Maximilian Senft den Handschlag und kritisierte anschließend die Spielweise des Gegners scharf. "Muss ich mich von der Tribüne anschütten lassen?", konterte er auf entsprechende Fragen und sprach davon, dass man sich in Ried eher als "Feind" denn als Gegner fühle. Den verweigerten Handshake begründete er zudem mit Szenen während des Spiels – Senft habe seine Spieler zu Rudelbildungen animiert. "Da gibt es für mich kein Zurück mehr", stellte Kühbauer klar.

Sportlich richtet sich der Blick nun auf das Finale am 1. Mai in Klagenfurt. Gegen Altach geht der LASK als Favorit ins Rennen. Für Kühbauer ist es bereits das zweite Cup-Endspiel in Folge – im Vorjahr triumphierte er mit dem WAC. "Wir müssen Altach mit Respekt begegnen. Wenn wir glauben, wir gewinnen das im Vorbeigehen, dann liegen wir falsch", warnte der 54-Jährige.

Auch in der Bundesliga wollen die Linzer weiter angreifen. Bereits am Sonntag wartet mit Rapid die nächste Herausforderung. Nach dem intensiven Cupfight steht nun zunächst Regeneration auf dem Programm. Klar ist für Kalajdzic: "Wir sind im Finale – der Rest ist egal."

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