Wird aus "Don Didi" bald ein Bundesliga-Trainer in Deutschland?
Nach der Trennung von Eugen Polanski sucht Borussia Mönchengladbach einen neuen Coach. Einer der Namen, die dabei gehandelt werden: LASK-Erfolgstrainer Didi Kühbauer. Der 55-Jährige führte die Linzer zum Double und in die Champions League, verlängerte seinen Vertrag erst im August bis 2029.
Nun bekommt Kühbauer prominente Unterstützung. Die Sky-Experten Didi Hamann und Marko Stankovic sprechen in ihrem gemeinsamen Fußball-Podcast über einen möglichen Wechsel des Österreichers nach Deutschland – und haben eine klare Meinung.
"Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie an ihm interessiert sind", sagt Hamann über Gladbach und Kühbauer. Der frühere Bayern- und Liverpool-Star erinnert daran, dass der Trainer den LASK in einer ähnlich schwierigen Situation übernommen habe.
Gladbach steckt nach einem katastrophalen Saisonstart tief in der Krise. Nach dem 0:5 gegen Freiburg musste Polanski gehen. Für Hamann könnte genau das Kühbauers große Chance sein.
"Die Gladbacher haben in den letzten vier, fünf Jahren immer zu den zwei, drei Mannschaften gehört, die am meisten enttäuscht haben. Die Erwartungen sind relativ weit unten", analysiert Hamann.
Der 53-Jährige ist überzeugt: "Ich glaube, die brauchen jetzt jemanden, der die Mannschaft und den Verein aufweckt."
Und genau dafür hält er Kühbauer für den richtigen Mann. "Ich könnte mir fast keinen besseren vorstellen als den Kühbauer."
Hamann legt sogar noch nach: "Ich glaube auf alle Fälle, dass es für die Gladbacher ein Riesenschachzug wäre, wenn sie ihn nach Gladbach bekommen."
Auch Marko Stankovic sieht den Zeitpunkt für einen Wechsel als nahezu ideal. Noch vor wenigen Tagen hätte er Kühbauer von einem Abschied womöglich abgeraten. Der Grund: Mit dem LASK hat sich Kühbauer erstmals für die Champions League qualifiziert.
Dieses Ziel hat er inzwischen erreicht. "Jetzt ist dieser Punkt schon auf seiner Vita abgehakt", sagt Stankovic.
Für den früheren ÖFB-Teamspieler wäre Gladbach deshalb eine riesige Chance: "Eine bessere Option für Didi Kühbauer, um ins Ausland zu gehen, gäbe es fast nicht."
Stankovic schwärmt vom deutschen Traditionsklub: "Gladbach ist ein Klub, der riesengroß ist. Gladbach ist ein Klub, der da unten nicht reingehört."
Dabei müsste Kühbauer in Linz einiges zurücklassen. In der Champions League warten auf den LASK unter anderem noch die Kracher gegen Liverpool und Real Madrid.
Auch Hamann sieht darin den großen Haken: "Er gibt natürlich viel auf. Es kommen Liverpool und Real Madrid in der Champions League."
Trotzdem könnte die Chance Bundesliga schwerer wiegen. "Einen Traditionsverein in der Bundesliga zu übernehmen, hat schon seinen Reiz", meint Hamann.
Kühbauer selbst ließ sich zu den Gerüchten zuletzt nichts entlocken. Nach der 1:2-Niederlage gegen Sturm wurde er auf das angebliche Interesse angesprochen. "Was mich zum Nachdenken bewegt, ist, dass wir das Spiel verloren haben", blockte der LASK-Trainer ab.