Teamchef-Kritik

"Beim ÖFB fressen sie Rangnick aus der Hand"

Sky-Experte Marko Stankovic findet in seinem Podcast klare Worte, wenn es um ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick geht. Auch Didi Hamann spricht Klartext.
Sport Heute
14.09.2026, 21:59
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Am Montag gab ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick seinen ersten Kader seit dem WM-Aus bekannt – und sprach auch über das Turnier in den USA. Der Deutsche fand dabei kritische Worte, war vor allem mit den Leistungen seiner Truppe nur bedingt zufrieden.

Aber: Auch Rangnick selbst muss sich Kritik gefallen lassen – unter anderem vom Duo Marko Stankovic und Didi Hamann. Die Sky-Experten betreiben einen wöchentlichen Fußball-Podcast, nehmen sich kein Blatt vor den Mund.

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"Aus meiner Sicht ist das ein absoluter Wahnsinnstyp, was seine Karriere betrifft", fängt Stankovic mit einem Rangnick-Lob an. "Die Red-Bull-Ära in Österreich hat er mehr als nur geprägt. Das waren alles seine Ideen, wie er vorangegangen ist. Beim ÖFB ist es aus meiner Sicht auch gut, aber nicht auf dem Niveau, was er bei den anderen geleistet hat."

Der Ex-Fußballer geht ins Detail. "Was mir Sorgen macht beim ÖFB ist, dass sie ihm gefühlt aus der Hand fressen. Alles, was Ralf Rangnick möchte, wird umgesetzt. Ich bin der Meinung, dass er teilweise fantastisches Marketing betreibt."

Stankovic meint die Abwerbeversuche einiger Spitzenklubs. "Die Geschichte damals mit Bayern München wurde groß aufgebauscht, auch in seinem Umfeld. Dann ist er derjenige, der sagt, 'Nein, ich bleibe beim ÖFB.' Dann ist er der große Messias. Dann war die WM und das ist das, was mir am wenigsten gefallen hat, dass während der WM die Geschichte mit AC Milan war. Kurz vor dem ersten Spiel heißt es: 'Nein, ich bleibe beim ÖFB.' Wenn man diese Geschichte verfolgt, dann ist es ein Aufbauen seines Status, ohne auf dem Platz die Antwort zu geben. Wenn ich wirklich beim ÖFB bin und so unbedingt dableiben will, dann höre ich mir die anderen Sachen gar nicht an."

Auch Hamann ist nicht mit allem, was Rangnick tut und von sich gibt, glücklich. "Was mir etwas sauer aufgestoßen ist: Er ist damals vor vier Jahren zum ÖFB, dann wollte er noch diese Beratertätigkeit bei Manchester United weitermachen. Da habe ich schon gesagt, der ÖFB sollte sich nicht kleiner machen, als er ist. Das ist nicht irgendein kleines Land, die froh sein müssen, dass er da ist. Wenn er da ist, dann hat er 100 Prozent da zu sein und nicht mit 60 oder 70 Prozent. Du kannst von den Spielern nicht hundertprozentigen Einsatz fordern, wenn du selber nicht dazu in der Lage bist, weil du noch andere Tätigkeiten hast. Es gab auch immer wieder Gerüchte, es wurden immer wieder Vereine ins Spiel gebracht. Zum ÖFB hat er sich nicht immer klar bekannt."

Jetzt liegt es an Rangnick, seine Kritiker verstummen zu lassen. Am besten mit einem erfolgreichen Start in die anstehende Nations League.

red,14.09.2026, 21:59