"Gibt es nicht mehr"

Zu viel Freizeit? Rangnick gesteht WM-Fehler ein

Österreichs WM-Kicker genossen in den USA zu viele Freiheiten – zu diesem Ergebnis kam der ÖFB in seiner Turnier-Nachbetrachtung.
Erich Elsigan
14.09.2026, 18:29
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74 Tage nach dem WM-Aus gegen Spanien zog Teamchef Ralf Rangnick im ÖFB-Campus ein sportliches Resümee – und sparte nicht mit Kritik.

"Ergebnismäßig ist es so gelaufen, wie es zu erwarten war. Aber mit der Leistung und der Entwicklung war ich nicht zufrieden. Wir hatten zu wenig Spieler auf Topniveau", stellte der Deutsche klar. Lediglich Marcel Sabitzer und Alexander Schlager nahm er von der Schelte aus.

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Rangnick verriet, dass gleich acht (!) WM-Fahrer nicht in optimaler Verfassung waren. "Sie waren zwar gesund, aber nicht matchfit." Das soll es in Zukunft nicht mehr geben. "Mein Ziel ist, dass wir wieder den Fußball zeigen, für den wir gefürchtet waren."

Ein weiterer Punkt wurde in der Analyse besprochen: die großzügige Freizeitgestaltung der Spieler. In Santa Barbara wurden zahlreiche Nachmittage für Golfrunden genutzt. Auch Ausflüge nach Los Angeles inklusive Übernachtung waren gestattet.

"Wir haben gedacht, dass es für die Jungs energetisch und mental nicht verkehrt ist, wenn sie rauskommen und ihre Familien treffen", erklärte Rangnick. "Wir haben das kritisch hinterfragt, das würde ich so nicht mehr machen."

Der 68-Jährige kündigte Veränderungen an. "Bei der EM und schon in den nächsten Lehrgängen werden wir das auf ein anderes Maß reduzieren. Es ist eine Frage der Ausgewogenheit." Dass sich der Teamchef damit nicht nur Freunde macht, ist klar.

Auch das WM-Quartier wurde analysiert. Ergebnis: Es war schön, aber nicht perfekt. "Bei der EM in Berlin war unser Quartier wie eine Jugendherberge auf höherem Niveau. Dort waren wir Tag und Nacht zusammen und haben Dinge gemacht, die automatisch Teambuilding-Funktion hatten. In Santa Barbara waren wir auf kleinere Häuschen verteilt, da waren wir ein bisschen verstreut", erzählte Rangnick.

"Im Rückblick haben wir uns gefragt, ob wir noch den einen oder anderen Event hätten machen können. Aber ob das an unserer physischen Performance auf dem Platz etwas geändert hätte, weiß ich nicht."

ee,14.09.2026, 18:29