Die Gastronomie steckt in der Krise: Immer mehr Lokale in Österreich müssen Insolvenz anmelden – nun hat es auch eine bekannte Kette getroffen: Ilkim-Döner ist pleite. Betrieben wurden vier Filialen, zwei in Wien-Favoriten, zwei in der Leopoldstadt.
Branchenkenner und Kebap-Chef Ferhat erklärt im Gespräch mit "Heute", weshalb es für viele Gastronomen aktuell kaum noch möglich ist, rentabel zu arbeiten.
„Ich glaube, dass die Kleinunternehmer in Zukunft alle sterben!“Ferhathat eine düstere Prognose
>> Im Video: Darum haben es Betriebe aktuell so schwer – Ferhat klärt auf!
Kebap-Chef Ferhat – vor seinem Lokal auf der Favoritenstraße bildet sich häufig eine lange Schlange von hungrigen Döner-Fans – sieht die Lage für die Gastronomie in Österreich kritisch. Er sagt, besonders die kleinen Dönerläden haben es zunehmend schwierig: "Ich glaube, dass die Kleinunternehmer in Zukunft alle sterben werden", sagt er (siehe auch Video). In den letzten Jahren seien Insolvenzen leider keine Seltenheit mehr: "Es wurde alles teurer und in Österreich sind die Lohnnebenkosten extrem hoch. Es ist auch sehr schwer, Mitarbeiter zu finden."
„Das ruiniert jedes Gastro-Lokal!“Ferhatspricht über die Probleme der Branche
Neben der Teuerung ist auch der sogenannte Bratverlust ein Problem: "Wenn ich ein Kilo Fleisch kaufe, verkaufe ich nur 650 Gramm an meine Kunden. Das macht das ganze Business schwer!" Hinzu kommen die hohen Personalkosten: "Wenn jemand 2.500 Euro netto bekommt, zahle ich etwa 5.000 Euro brutto. Das ruiniert jedes Gastro-Lokal. Bei zehn Mitarbeitern sind das 700.000 Euro (Anm.: bei 14 Gehältern) – da muss man sich mal vorstellen, wie viel Döner man da verkaufen muss, damit es rentabel ist."
Ferhat betont die enorme Belastung für Kleinunternehmer: "Es ist verrückt! Kleinunternehmer haben es in Österreich nicht leicht." Trotzdem bleibt der beliebte Döner-Chef hoffnungsvoll: "Ich wünsche all meinen Kollegen viel Geduld und Durchhaltevermögen! Ich hoffe, 2026 wird es wieder besser werden!"