Lautstarker Ärger über eine unverfrorene Tat am stillen Örtchen: Bei regem Betrieb wurde am Freitag zwischen 20 Uhr und Mitternacht beim beliebten Heurigen Enigl im Mödlinger Zentrum ein Kunstwerk gestohlen.
"Das Ganze passierte am Herren-WC. Der Hintergrund: Wir haben den Händetrockner abmontiert und auf Papierhandtücher umgestellt. Um die Schrauben abzudecken und den freien Platz zu nutzen, hängten wir ein tolles Bild auf, gemalt von meiner 14-jährigen Tochter", so Heurigenwirt Rudolf Enigl (48) zu "Heute".
Enigl mutmaßt, dass die Aktion vielleicht einem Gast missfiel: "Aber da kann ich doch nicht einfach das Bild mitnehmen." Ärgerlich: Es passieren immer wieder kleinere Diebstähle, "etwa Blumenstöcke. Hier ist aber jetzt eine Grenze erreicht", so der 48-Jährige zornig.
Der Heurigen, seit mehreren Generationen in Familienbesitz, wird auch gerne für Weihnachtsfeiern und Geburtstage genutzt. Zehn Mal im Jahr hat er für insgesamt 190 Tage geöffnet.
Für Hinweise, die zur Ausforschung des Diebs führen, setzte Rudolf Enigl 3.500 Euro Belohnung aus. Auch mit einem lebenslangen Lokalverbot wird gedroht. Der Heurigenwirt machte den gemeinen Diebstahl auch auf Facebook publik. Sollte sich nichts ergeben, überlegt der Chef auch eine Anzeige bei der Polizei in den nächsten Tagen.