Nach einer Trennung ist der Schmerz oft groß – und der Wunsch, ihn schnell loszuwerden, ebenso. Viele greifen deshalb zu einem Mittel, das in Ratgeber-Spalten und Freundeskreisen immer wieder empfohlen wird: Rebound-Sex. Gemeint sind sexuelle Kontakte kurz nach dem Ende einer Beziehung, die helfen sollen, über den oder die Ex hinwegzukommen.
Auch in der Community gibt es Leser, die sich für ein solches Techtelmechtel entschieden haben:
Während einige darin eine Art Befreiungsschlag sehen, warnen Forschende vor emotionalem Chaos.
Eine US-Längsschnittstudie von Cooper und Barber mit 170 Teilnehmenden zeigte, dass frisch Getrennte besonders häufig Sex mit neuen Partnerinnen oder Partnern suchen – vor allem, um den Ex zu vergessen oder negative Gefühle wie Einsamkeit zu verdrängen.
Mit der Zeit nahmen diese Motive ab. Doch gerade diejenigen, die verlassen wurden, berichteten häufiger von Rebound- oder sogar Rache-Sex. Menschen, die früh nach der Trennung neue sexuelle Kontakte hatten, blieben zudem länger in solchen Mustern.
Andere Untersuchungen weisen darauf hin, dass Rebound-Beziehungen generell instabil sind. Männer neigen eher dazu, direkt nach einer Trennung etwas Neues einzugehen, besonders wenn ihnen soziale Unterstützung fehlt oder die Bindung zur Ex-Partnerin noch stark ist.
Einige Forschende argumentieren, dass Rebound-Sex durchaus Vorteile haben kann. Er könne das Selbstwertgefühl stärken, die eigene Attraktivität bestätigen und kurzfristig emotionale Entlastung bieten. Auch wer rasch eine neue Beziehung eingeht, hängt laut Studien tendenziell weniger lange am oder an der Ex.