Die österreichische Skispringerin Jacqueline Seifriedsberger hat am Mittwoch ihr Karriereende bekanntgegeben. Nach 13 Jahren im Weltcup, drei Siegen, sieben WM-Medaillen und insgesamt 228 Weltcupstarts zieht die 34-jährige Oberösterreicherin einen Schlussstrich. "Alles hat seine Zeit. In den letzten Jahren hat es mich extrem viel Überwindung gekostet, weit zu springen und sauber zu landen", gesteht die Innviertlerin.
"Während der Vorbereitung auf die bevorstehende Olympiasaison habe ich gemerkt, dass es mir extrem viel abverlangt und ich nicht mehr 100 Prozent geben kann. Wenn Mut und Vertrauen an der Schanze fehlen, dann ist man auch nicht erfolgreich. Die Entscheidung, meine Karriere zu beenden, ist nicht von heute auf morgen gefallen, sondern über einen längeren Zeitraum in mir gereift", erklärt Seifriedsberger.
Die Oberösterreicherin ist eine Wegbereiterin des Damenskispringens. Sie erlebte die Geburtsstunde des Damen-Weltcups in der Saison 2011/12 mit und war bereits 2009 bei der WM in Liberec am Start, als Skispringerinnen erstmals teilnehmen durften. "Jacqueline war maßgeblich an der Entwicklung des Damenskispringens beteiligt. Wir wünschen ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute“, betont Florian Liegl, sportlicher Leiter Skispringen und Nordische Kombination. Cheftrainer Thomas Diethart ergänzt: „Jacqueline hat die gesamte Entwicklung mitgeprägt und eine wichtige Rolle im Team gespielt.
Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo bedeutet Seifriedsbergers Rücktritt einen herben Verlust für das österreichische Team. Nach dem Karriereende von Sara Marita Kramer und der Verletzung von Eva Pinkelnig müssen nun junge Springerinnen wie Lisa Eder und Julia Mühlbacher in die Bresche springen.