Kurz vor der Parlamentswahl in Ungarn ist US-Vizepräsident JD Vance in Budapest gelandet – seine Reise wird als politisches Signal gewertet.
Laut Flugdaten traf Vance am Dienstagvormittag in der ungarischen Hauptstadt ein. Der Besuch gilt als Unterstützung für Ministerpräsident Viktor Orbán in der entscheidenden Phase des Wahlkampfs.
"Wir werden über eine Reihe von Themen im Zusammenhang mit den US-ungarischen Beziehungen sprechen", hatte Vance vor seinem Abflug am Sonntag (Ortszeit) in Washington erklärt. Auch "Europa und die Ukraine" würden dabei eine "ziemlich wichtige" Rolle spielen.
Geplant ist ein Treffen mit Orbán sowie eine Rede über die "fruchtbare Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Ungarn". Begleitet wird der 41-jährige US-Vizepräsident von seiner Ehefrau Usha Vance.
Bereits im Februar hatte die US-Regierung Orbán im Wahlkampf unterstützt. US-Außenminister Marco Rubio war damals nach Budapest gereist und hatte sich demonstrativ hinter den Regierungschef gestellt. "Ich kann Ihnen mit Zuversicht sagen, dass Präsident Trump sich zutiefst für Ihren Erfolg einsetzt, denn Ihr Erfolg ist unser Erfolg", sagte Rubio bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Orbán.
In Ungarn wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Umfragen zufolge liegt Orbáns Fidesz-Partei, die seit 2010 durchgehend regiert, deutlich hinter der Oppositionspartei Tisza von Peter Magyar.