Invasions-Stillstand

Russland erstmals ohne Geländegewinne in Ukraine

Russland verzeichnet laut Analyse erstmals seit zweieinhalb Jahren keine Geländegewinne in der Ukraine, ukrainische Truppen holen auf.
Newsdesk Heute
02.04.2026, 21:18
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Russland hat im März laut einer Auswertung erstmals seit zweieinhalb Jahren an der Front in der Ukraine keinen Boden gutgemacht. Wie am Donnerstag aus einer Analyse der Nachrichtenagentur AFP auf Basis von Daten des US-Instituts for the Study of War (ISW) hervorging, konnten ukrainische Soldaten im vergangenen Monat neun Quadratkilometer zurückerobern. Gleichzeitig verloren die russischen Truppen entlang der gesamten Front an Schwung.

Laut Analyse hat sich das Vorrücken der russischen Armee seit Ende 2025 wegen ukrainischer Gegenoffensiven im Südosten des Landes verlangsamt. Im Jänner schaffte die russische Armee laut den Daten noch einen Zugewinn von 319 Quadratkilometern, im Februar waren es 123 – das waren die geringsten Geländegewinne seit April 2024.

Russland verliert gebietsweise an Boden

Das ISW sieht als Gründe dafür unter anderem Maßnahmen gegen die Nutzung von Starlink-Satelliten durch russische Truppen in der Ukraine und "die Bemühungen des Kremls, den Zugang zu Telegram einzuschränken". Der Messenger-Dienst ist auch bei russischen Soldaten beliebt.

Wie schon im Februar verlor Russland laut den Daten im südlichen Frontabschnitt zwischen den Regionen Donezk und Dnipropetrowsk an Boden. Ende Jänner hatte die russische Armee dort noch über 400 Quadratkilometer kontrolliert. Im Februar schrumpfte dieses Gebiet auf 200 Quadratkilometer, im März waren es nur mehr 144. Weiter nördlich, in der Region Donezk, war die Lage für die ukrainische Armee laut Analyse zuletzt schwieriger.

Kreml kontrolliert ein Fünftel der Ukraine

Insgesamt hat die russische Armee im Vorjahr mehr Gebiete in der Ukraine erobert als in den zwei Jahren davor. In den ersten drei Monaten heuer waren die Zugewinne aber nur halb so groß wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine kontrolliert Moskau knapp ein Fünftel des Landes. Der Großteil davon wurde in den ersten Kriegswochen besetzt.

Die Analyse berücksichtigt keine Vorstöße einzelner russischer Soldaten hinter der Front und auch keine Geländegewinne, die von russischer Seite gemeldet werden, aber vom ISW weder bestätigt noch dementiert wurden. Das ISW hat die Auswertung gemeinsam mit dem Critical Threats Project erstellt, einem weiteren US-Thinktank mit Schwerpunkt auf Konflikten.

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