Kriegspoker um Donbass

Trump erhöht Druck auf Ukraine, fordert Rückzug

Zwischen russischem Vormarsch und US-Druck ringt die Ukraine um Sicherheitsgarantien und eine Lösung für den anhaltenden Krieg.
Newsdesk Heute
26.03.2026, 11:46
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US-Präsident Donald Trump drängt auf ein rasches Ende des Krieges, der vor vier Jahren durch den Einmarsch Russlands begonnen hat. Grund dafür ist laut NTV der Konflikt der USA mit dem Iran.

"Der Nahe Osten hat definitiv Auswirkungen auf Präsident Trump und, wie ich glaube, auf seine nächsten Schritte", erklärte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski. Seiner Meinung nach setzt Trump weiter auf eine Strategie, die den Druck auf die Ukraine erhöht.

Selenski hat immer wieder betont, dass internationale Sicherheitsgarantien notwendig sind, damit Russland nach einem möglichen Friedensabkommen nicht wieder angreift. "Die Amerikaner sind bereit, diese Garantien auf hoher Ebene zu gewähren, sobald die Ukraine bereit ist, sich aus dem Donbass zurückzuziehen".

Er warnte aber, dass ein solcher Rückzug die Sicherheit der Ukraine und damit auch Europas gefährden würde.

Die Region verfüge über starke Verteidigungsstellungen, die man Russland nicht einfach überlassen könne. Das Weiße Haus in Washington hat auf eine Bitte um Stellungnahme nicht reagiert.

Im Jänner hatte Selenski noch gemeint, das Dokument über die Sicherheitsgarantien zwischen der Ukraine und den USA sei zu 100 Prozent fertig und warte nur mehr auf die Unterschrift. Nach Gesprächen zwischen US- und ukrainischen Vertretern in Miami am Dienstag sagte er allerdings, dass noch Arbeit nötig sei.

Das ukrainische Medium "Ukrainska Prawda" berichtete vor wenigen Tagen unter Berufung auf eigene Quellen, dass Selenski den ersten stellvertretenden Vorsitzenden der Parlamentsfraktion seiner Partei "Diener des Volkes" beauftragt habe, einen Plan für die Arbeitsweise des Parlaments zu erarbeiten, falls der Verteidigungskampf der Ukraine noch weitere drei Jahre dauern sollte.

Ein führendes Parteimitglied meinte, man gehe davon aus, dass die Verhandlungen mit den USA und Russland sehr wahrscheinlich auf Eis gelegt werden, weil keine Seite zu Zugeständnissen bereit ist.

Russland fordert schon seit Langem die Übergabe der Gebiete im Donbass, die noch von der Ukraine kontrolliert werden. Die russische Armee rückt an der Front in der Ostukraine langsam vor. Militärexperten meinen, es könnte Jahre dauern und einen massiven Truppeneinsatz brauchen, um die Region ganz zu erobern. Dort gibt es einen sogenannten Festungsgürtel aus Städten und befestigten Stellungen. Die Regierung in Moskau spekuliere darauf, dass Washington das Interesse an den Gesprächen verliert und sich zurückzieht, sagte Selenski in seinem Amtssitz in Kiew.

Nach heftigen russischen Angriffen auf ukrainische Städte bedankte sich Selenski bei der US-Regierung für die anhaltende Lieferung von Patriot-Flugabwehrsystemen. Zuvor hatte es in der Ukraine die Sorge gegeben, dass die US-Raketenlieferungen wegen des Konflikts am Golf ausbleiben könnten. Die Patriots sind fast die einzigen Waffen, mit denen russische ballistische Raketen abgeschossen werden können.

"Die Lieferungen wurden nicht gestoppt. Ich bin Präsident Trump und seinem Team sehr dankbar", sagte Selenski. Allerdings sei die Menge der gelieferten Patriot-Raketen nicht so groß, wie die Ukraine sie brauchen würde.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.03.2026, 11:46
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