Test-Chaos in NÖ: "PCR immer nur wenige Stunden gültig"

Beim Gratis-Testangebot in Niederösterreich läuft laut einer Tullnerin einiges schief.
Beim Gratis-Testangebot in Niederösterreich läuft laut einer Tullnerin einiges schief.Leserreporter/ Büro Pernkopf
Kaputte Automaten, schleppende Auswertung – Chaos bei den Gratis-Tests in NÖ! Das PCR-Ergebnis einer NÖlerin gilt immer nur wenige Stunden.

Weil eine 56-jährige Tullnerin in Wien arbeitet und dort ein Corona-Testergebnis erbringen muss, macht sie zum Start in die Arbeitswoche stets einen Test in ihrem Heimatort in Tulln. Das Gurgel-Angebot der Niederösterreichischen Stadt lässt laut ihr zu wünschen übrig. Die Ergebnisse sollen immer so spät kommen, dass sie nach Erhalt nur noch wenige Stunden gültig sind. In der Bundeshauptstadt wurde die Gültigkeit von PCR-Tests auf 48 Stunden heruntergesetzt. 

Die "Alles Gurgelt"-Initiative feierte in Wien im April ihr Debüt und wurde in der Bundeshauptstadt gern und gut genutzt. Der Niederösterreichische Ableger kämpfte hingegen von Anfang an mit Schwierigkeiten. Sofort nach dem Start wurden die Boxen ausgeraubt, Bürger ärgerten sich über die ständig leeren Automaten. 

Testergebnis kam nach 43 Stunden

Eine Niederösterreicherin ist besonders empört über die laut ihr schleppende Auswertung der Tests: "Zwei Wochenenden in Folge hat es nicht funktioniert. Wir wollten einen Test machen, das Ergebnis meines Mannes kam überhaupt nicht an. Meines kam so spät, dass ich es für die Arbeit nicht verwenden konnte. Dieses Wochenende kam die Auswertung überhaupt erst nach ungefähr 43 Stunden. In Wien war der Test dann nur noch 5 Stunden verwendbar."

Offiziell kommuniziert wird von der Landesregierung, dass das Ergebnis nach spätestens 24 Stunden eintreffen soll, wenn der Test bis 14 Uhr eingereicht wird. 

NÖ-Sprecherin: "Wir kennen die Probleme und arbeiten daran"

Ein Sprecher der niederösterreichischen Landesgesundheitsrätin berichtet im "Heute"-Talk: "Die Probleme sind uns durchaus bekannt. Wir arbeiten daran das System zu verbessern, da der Bedarf offenbar groß ist. Die Automaten werden zwei Mal am Tag mit je 200 Stück befüllt. Die Leute nehmen mehr Testkits mit, als sie brauchen, weil es eine Rücklaufquote von nur 34 % gibt. Es wurden auch Probleme gemeldet, dass sich die Testkits verkeilen würden. Auch daran arbeiten wir – der Betreiber hat eine bessere Verpackung zugesagt.“

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