Land unter! Unwetter fluten Teile Österreichs

Heftigste Unwetter haben Teile Österreichs komplett unter Wasser gesetzt. Durch Hallein und Kufstein wälzten sich sogar reißende Starkregen-Fluten.

Um 18 Uhr kam die Sintflut: Weite Teile des Landes gingen im Starkregen unter. Das Land Salzburg hat die Bevölkerung daher aufgefordert, in den Häusern zu bleiben, Tiefgaragen und Keller nicht zu betreten und sich auch von den Dämmen der Fließgewässer fernzuhalten. Auch in Tirol wütete das Unwetter heftig: 350 Einsätze verzeichnete die Feuerwehr wegen Muren und Überschwemmungen, im Bezirk Kufstein wurden sogar Autos von den Wassermassen mitgerissen.

Furchtbare Flut überschwemmt Hallein: Zivilschutz-Alarm

Die Kelchsauer Landesstraße in Hopfgarten musste um Mitternacht gesperrt werden. Am Ortsanfang von Kelchsau wurde die Kelchsauer Landesstraße zum Teil von der Kelchsauer Ache weggerissen und ist nicht mehr passierbar. Seit 1 Uhr ist auch die zweite Straße nach Kelchsau (Gemeindestraße Glantersberg) wegen einer unterspülten Brücke nicht mehr passierbar. Der Ort Kelchsau ist deshalb nicht mehr erreichbar.

Festbesucher sind eingeschlossen

In der Kelchsau fand in der Nacht das Kehlbachfest statt. Es sind dabei rund 80 Personen, auswärtige Festbesucher, in der Kelchsau eingeschlossen. Um 6 Uhr trafen sich die Freiwilligen Feuerwehren Hopfgarten, Bergrettung und Privatpersonen zum Lokalaugenschein und versuchen, eine Möglichkeit zu finden, diese Personen aus der Kelchsau zu bringen. Des Weiteren sind auf der Strecke von Kelchsau nach Hopfgarten einige in die Kelchsauer Ache fließende Bäche übergetreten. Die Kelchsauer Landesstraße ist gesperrt. 

Campingplatz wurde evakuiert

Auf der Brixentaler Bundesstraße in Westendorf wurde die Bahnunterführung westlich des Bahnhofes Westendorf überflutet. Ein Bach, welcher sich am Salvenberg befindet, wurde bei einem Sandauffangbecken verlegt und trat über. Das Wasser und der Schlamm flossen über die Wiese zur Brixentaler Bundesstraße. Die Brixentaler Bundesstraße war in diesem Bereich zwischen bis nach Mitternacht gesperrt. Der Verkehr wurde lokal umgeleitet. 

Flut-Opfer obdachlos – Kurz: "lassen sie nicht alleine"

In Itter trat der Grünholzbach über die Böschung. Es musste von der Feuerwehr ein Keller ausgepumpt werden. Aufgrund des hohen Wasserstandes der Brixentaler Ache wurde in Itter, beim Campingplatz Schlossberg, welcher sich unmittelbar neben der Brixentaler Ache befindet, der südliche Teil des Campingplatzes evakuiert und für den Personenverkehr gesperrt. Um 2 Uhr musste die Achensee Bundesstraße auf Grund eines Murenabganges gesperrt werden. Der Campingplatz Schwarzenau wurde evakuiert.

Ehepaar aus Hütte gerettet

Vom Unwetter überrascht wurde auch ein Ehepaar in Kärnten. Ein Hüttenwirtehepaar befand sich in Mallnitz noch auf ihrer Hütte in 1.338 Metern Seehöhe befand und konnte aufgrund zahlreicher Murenabgänge und Überschwemmungen nicht mehr ins Tal gelangen. Die beiden wurden von der Besatzung des Hubschraubers Libelle Kärnten geborgen und ins Tal geflogen.

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Im Zuge eines weiteren Erkundungsfluges wurde die aktuell Gefahrenlage erhoben und festgestellt, dass keine weiteren Personen oder Häuser durch die Elementarereignisse in Gefahr waren. Die Straße und der Wanderweg in Richtung Stappitzer See - Schwußnerhütte wurde sofort gesperrt.

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