Sie ragen in vielerlei Hinsicht aus der Masse hervor: Am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, wird nicht zufällig der "Tag der langen Menschen" gefeiert. Um auf die Herausforderungen des "Langseins" aufmerksam zu machen, versammelten sich am 21. Juni 15 überdurchschnittlich großgewachsene Menschen im Wiener Prater.
"Heuer treffen wir uns hier, um mit der Liliputbahn zu fahren, Minigolf zu spielen oder eine Runde mit dem Riesenrad zu drehen", erklärt Carina Obermann von Lange Menschen Österreich im "Heute"-Talk. Außerdem möchte man sich im "Madame Tussauds" mit "bekannten Größen" vergleichen. Bei jeder Station liegt das Augenmerk stets auf Größenunterschieden.
Ziel der Veranstaltung ist es, auf die Herausforderungen großer Menschen aufmerksam zu machen. Ob beim Einsteigen in die Öffis, beim Kochen in einer zu niedrigen Küche oder beim Fahren in einem zu kleinen Auto – groß zu sein bringt einige Nachteile mit sich.
"Allein wenn man sich mit der Bettdecke zudecken möchte, ist das oft eine Herausforderung", weiß Obermann. Auch beim Kauf eines neuen Pkw muss oft nicht nach Geschmack, sondern nach Praktikabilität entschieden werden. "Viele Modelle sind einfach zu klein", beschreibt sie.
Doch es gibt auch positive Seiten: "Dafür erinnert man sich gut an uns, wir haben bei Konzerten immer den Überblick und werden schnell gefunden", lacht Obermann.
Das größte Mitglied des Vereins misst übrigens beeindruckende 2,05 Meter – selbst für lange Menschen eine außergewöhnliche Größe. Als Frau gilt man übrigens ab 1,80 Metern als lang, als Mann ab 1,90 Metern.