Pfingsten wird wieder zur Geduldsprobe auf Österreichs Straßen. Während viele das lange Wochenende für Kurztrips oder Tagesausflüge nutzen, starten in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt zusätzlich die zweiwöchigen Ferien – und genau das sorgt für volle Autobahnen Richtung Süden.
Der ÖAMTC warnt vor einem der staureichsten Wochenenden des Jahres. Besonders betroffen sind einmal mehr die klassischen Nord-Süd-Verbindungen, wo sich Urlaubsverkehr und Berufsverkehr regelrecht überlagern. Das sind die Stau-Hotspots.
Schon am Freitag (22. Mai) wird es eng. Viele starten direkt nach der Arbeit ins verlängerte Wochenende – entsprechend drohen massive Verzögerungen auf den Stadtausfahrten rund um die großen Ballungsräume. Wer kann, sollte hier flexible Abfahrtszeiten einplanen.
In Oberösterreich kommt zusätzlich ein Problem hinzu: Auf der A7 Mühlkreis Autobahn sorgt die Abfahrt Voest in Richtung Süden wegen Bauarbeiten für Sperren. Der ÖAMTC rechnet hier mit einem besonders ungünstigen Zusammenspiel aus Berufs- und Ferienverkehr – Stau inklusive.
Der Samstag gilt traditionell als Hauptreisetag – und auch heuer dürfte er seinem Ruf gerecht werden. Vor allem die Routen Richtung Adria geraten laut ÖAMTC an ihre Grenzen.
Auf der Brennerachse (A12/A13) sowie auf der West-Ost-Strecke (A8 - A1 - A21 - S1 - A4 in Richtung Ungarn) wird mit deutlich erhöhtem Verkehrsaufkommen gerechnet. Zusätzlich bremsen Baustellen etwa im Bereich Knoten Schwechat auf der S1 sowie auf der A4 zwischen Bruckneudorf und Neusiedl am See den Verkehr.
Auch auf der A10 Tauernautobahn in Salzburg wird es eng. Stauberater Florian Thaler ist dort im Einsatz und erwartet klare Problemzonen: "Speziell vor den Baustellenbereichen Pass Lueg – Werfen und Eben – Flachau rechne ich mit langen Staus", so Thaler. Hinzu kommen Abfahrtssperren für den Durchzugsverkehr.
In Kärnten staut es sich laut Prognosen vor der Baustelle beim Knoten Spittal-Millstätter See. Wer Richtung Kroatien unterwegs ist, muss zudem am Karawankentunnel (A11) mit längeren Wartezeiten rechnen.
Auch in der Bundeshauptstadt bleibt es nicht ruhig. Auf der A23 Südosttangente kommt es im Bereich Knoten Prater zu Bauarbeiten. Von Samstagabend, 22 Uhr, bis Montagfrüh ist Richtung Graz nur ein Fahrstreifen offen.
Besonders kritisch wird es laut ÖAMTC am Sonntagnachmittag – dann drohen massive Verzögerungen.
Ab Montagmittag rollt dann die Rückreisewelle Richtung Norden. Laut ÖAMTC-Verkehrsexperten sind erneut Verzögerungen auf den Hauptachsen vorprogrammiert. In den Städten selbst wird es am Abend zusätzlich eng.
Wer Richtung Süden unterwegs ist, sollte außerdem die Spritpreise im Blick behalten. Während Italien teurer ist, können in Slowenien und Kroatien je nach Tankstelle Preisvorteile entstehen – allerdings meist nur abseits der Autobahnen. In Grenznähe ist dafür mit längeren Wartezeiten zu rechnen.

Unterm Strich gilt: Pfingsten ist und bleibt eines der intensivsten Reisewochenenden auf Europas Straßen – und ein bisschen Geduld ist auch 2026 wieder Pflichtprogramm.